{"id":422,"date":"2012-05-20T08:13:16","date_gmt":"2012-05-20T06:13:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=422"},"modified":"2012-05-18T08:06:38","modified_gmt":"2012-05-18T06:06:38","slug":"gruorn-macht-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=422","title":{"rendered":"Pfingsttreffen in Gruorn"},"content":{"rendered":"<p><em>Termintipp: Am Pfingstsonntag treffen sich die Gruorner<\/em><\/p>\n<h3>Allj\u00e4hrliches Pfingsttreffen in Gruorn<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/news\/media_news\/gruorn\/grourn_museum\/3BFW2073.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"106\" align=\"left\" hspace=\"5\" \/>Am Pfingstsonntag, treffen sich wie allj\u00e4hrlich die alten Gruorner, ihre Familien und Freunde sowie G\u00e4ste aus nah und fern in dem ehemaligen Albdorf. Begegnungen, Gespr\u00e4che und Erinnerungen stehen im Mittelpunkt des Geschehens um Kirche und Schulhaus.<!--more--><br \/>\nNach An- und Umbau im vergangenen Jahr konnte die Heimatstube in das Untergeschoss verlegt werden, dadurch wurde im Obergeschoss Raum geschaffen f\u00fcr Erinnerung und Gedenken. Dort wird die Geschichte des Dorfes und seiner Menschen mit Bildern, Texten und pers\u00f6nlichen Erinnerungen festgehalten, szenische Aufarbeitungen und Ausstellungsst\u00fccke beleuchten Schicksale und die Atmosph\u00e4re des Abschieds.<br \/>\nEine weitere Aufarbeitung der Geschichte h\u00e4lt die Stephanuskirche bereit: an neu gestalteten Fahnen wird die Geschichte von Kirche und Komitee mit ausdrucksstarken Bildern und Zeitungsschlagzeilen aus den vergangenen Jahrzehnten dargestellt.<\/p>\n<p>Das eigentliche Pfingsttreffen beginnt am Sonntag mit dem Gottesdienst um 11Uhr. F\u00fcr\u00b4s leibliche Wohl der Besucher sorgt das Komitee auf bew\u00e4hrte Weise mit Grill- und Currywurst, Kaffee und Kuchen. Die Zufahrt mit dem Auto ist an beiden Tagen \u00fcber die Einfahrt \u201eTrailfinger S\u00e4ge\u201c m\u00f6glich, der Weg ist ausgeschildert, Parkpl\u00e4tze sind ausgewiesen. Es w\u00e4re im Sinne der Veranstalter, wenn m\u00f6glichst viele ihr Fahrzeug stehen lassen w\u00fcrden, um die Gelegenheit zu Wanderung oder Radtour zu nutzen. In Absprache mit der BimA, der Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben als Vertreterin des Bundes, wird besonders darauf hingewiesen, dass die ausgeschilderten Wege nicht verlassen werden d\u00fcrfen- zum Schutz der Natur und weil eine Gef\u00e4hrdung durch Munitionsreste nicht auszuschlie\u00dfen ist.<\/p>\n<p>Info: <a href=\"http:\/\/www.gruorn.de\" target=\"_blank\">www.gruorn.de<\/a><a name=\"4\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Inhalt dieser Seite<\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li>Altes Schulhaus renoviert und modernisiert<\/li>\n<li>Neues Museum und Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr das Schicksal der Gruorner<\/li>\n<li>Hintegr\u00fcnde zum verlorenen Albdorf Gruorn<\/li>\n<li>Buchtipp Geschichte des Albdorfes<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #cc6600; font-size: small;\"><span><strong>Altes Schulhaus renoviert und modernisiert<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #cc6600;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/news\/media_news\/gruorn\/grourn_museum\/3BFW2047_schulhaus_gross.jpg\" alt=\"Gruorn Museum\" width=\"320\" height=\"213\" \/><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das verlassene Dorf Gruorn auf dem ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatz M\u00fcnsingen erstrahlt in neuem, alten Glanz. Die historische Dorfschule der 1939 durch das Milit\u00e4r ausgesiedelten Albbewohner hatten das M\u00fcnsinger Architekten-Duo Gehr und Hintzenstern denkmalgerecht renovieren und umbauen lassen. Der Urzustand ist wiederhergestellt, nebst K\u00fcche und Sanit\u00e4r in einem zur\u00fcckhaltenden Flachbau auf der R\u00fcckseite des Tuffsteingem\u00e4uers. Ins Geb\u00e4ude gelangt man nun, wie fr\u00fcher die Gruorner Kinder, \u00fcber eine Treppe an der S\u00fcdseite gegen\u00fcber der Kirche. Die zugemauerten Fenster wurden ge\u00f6ffnet, die alten R\u00e4ume der zwei Schulklassen im Erd- und Obergeschoss nach allen Regeln der Restaurierungskunst wiederhergestellt. Oben will der F\u00f6rderverein (Gruorner Komitee) die Zeitgeschichte in einer Art Dokumentationsmuseum aufleben lassen. \u201eMeiner Vorstellung nach, soll die Ausstellung pers\u00f6nliche Schicksale skizzieren\u201c, beschreibt der ehemalige erste Vorsitzende Siegfried Fischer das Konzept. Er hatte 12 Jahre lang bis Anfang 2010 die Erhaltung des verlorenen Dorfes Gruorn begleitet. Nach einem Aufruf an die Bev\u00f6lkerung stehen den Ausstellungsplanern eine Reihe authentischer Zeitdokumente zur Verf\u00fcgung. Fotos, Briefe aus der Zeit, bevor das Milit\u00e4r den Ort r\u00e4umte und bis auf Kirche und das Schulhaus ein\u00e4scherte. Ja, sogar ein Hochzeitskleid und ein Biertisch aus dem ehemaligen \u201eR\u00f6ssle\u201c wird die Gedanken der Besucher auf der Reise in die Vergangenheit geleiten. In den letzten vier Jahren hatte sich das Tr\u00fcmmerfeld dieses Albdorfes zum Publikumsliebling entwickelt. \u201e12000 Menschen hatten uns in 2009 besucht\u201c, beziffert Hans Lamparter, frisch gew\u00e4hlter 1. Vorsitzender den Ansturm. Auf eine Zeitreise wird nicht nur das\u00a0<a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/news\/online_news_0249.htm#2\"><span style=\"color: #cc6600;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Museum &gt;&gt;<\/span><\/span><\/a> im Schulhaus die Besucher schicken, auch ein mit 12 Infotafeln beschilderter Rundweg zwischen den Mauerresten, den Kellergew\u00f6lben und oft deutlich sichtbaren Grundrissen der Geb\u00e4ude soll die Geschichte des \u00d6rtchens auf der kargen, kalten hohen Alb in die Gegenwart holen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/news\/media_news\/gruorn\/grourn_museum\/3BFW2078.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"106\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/news\/media_news\/gruorn\/grourn_museum\/3BFW2044.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"106\" \/><br \/>\n<em>Viel Licht: Hell und freundlich wirkt der Gastraum, seit die<br \/>\neinst zugemauerten Fenster wieder offen sind.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">400.000 Euro kostet dies Projekt, neben vielen Stunden ehrenamtlichen Engagements. Mike M\u00fcnzing, M\u00fcnsingens B\u00fcrgermeister, beziffert die privaten Investitionen an Geld und Zeit der letzten Jahrzehnte auf 1,25 Millionen Euro. Und dies alles bislang ohne Zusch\u00fcsse. Umso mehr freut sich Lamparter, dass das Land Baden-W\u00fcrttemberg nun dieses Umbau- und Museumsprojekt nun mit 168.000 Euro kofinanziert hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201e Lamparter hofft: \u201eVielleicht wird es noch im Sommer die Rundwegser\u00f6ffnung geben. Das Museum startet am Pfingstsonntag.\u201c Rund 2000 Besucher werden erwartet.<a name=\"2\"><\/a><\/p>\n<hr style=\"text-align: left;\" \/>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Museum als Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr das Schicksal der Gruorner<\/em><em> <\/em><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #cc6600;\">Dem Vergessen entrissen<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/news\/media_news\/gruorn\/grourn_museum\/3BFW2060_gross.jpg\" alt=\" \" width=\"320\" height=\"213\" \/><br \/>\n<em>Die Macher: Simon Wagner (Museumsausstellung), Hans Lamparter (1. Vorsitzender des Gruorner Komitees), J\u00fcrgen Hintzenstern (vom Architekten-Duo Gehr und Hintzenstern); von vorne nach hinten<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/news\/media_news\/gruorn\/grourn_museum\/3BFW2051.jpg\" alt=\" \" width=\"160\" height=\"106\" align=\"right\" hspace=\"5\" \/>Die im November 2009 aufgenommene Museumsarbeit gliederte sich in zwei Bereiche. Einerseits wurde ein Archiv im alten Auinger Rathaus aufgebaut und zum anderen ein Museumskonzept erarbeitet, das neben dem eigentlichen Ausstellungsraum im Obergeschoss, den Gastraum wie auch den Eingangsbereich mit Treppenhaus umfasst. Besucher haben nun die M\u00f6glichkeit verschiedene Aspekte der Geschichte Gruorns kennen zu lemen und auf sich wirken zu lassen. Die Museumskonzeption bewegt sich dabei innerhalb eines Spannungsbogens zwischen Vermittlung historischer Fakten und emotionaler Ansprache. Mal sind es informative Texte, mal szenische Eindr\u00fccke, die den Betrachter die Geschichte des Dorfs und sein tragisches Ende miterleben lassen.<br \/>\nAuthentische Ausstellungsst\u00fccke und Fotografien sowie Hintergrundinformationen beleuchten verschiedene Themenbereiche: Die Entwicklungen und Gr\u00fcnde f\u00fcr die Zwangsumsiedlung, Pers\u00f6nlichkeiten und deren Rolle im Dorfalltag und die wechselvolle Vergangenheit Gruorns. Durch szenische Aufarbeitung erh\u00e4lt der Besucher zudem Einblicke in die Amtsstube von Ludwig Schilling (dem letzten B\u00fcrgermeister Gruorns), in einen Schulraum der damaligen Zeit sowie in die Stube einer Gruorner Familie, die Abschied aus ihrer Heimat nehmen muss. Durch verschiedene H\u00f6rstationen kann der Gast in Erz\u00e4hlungen &#8222;alter&#8220; Gruorner eintauchen oder die Atmosph\u00e4re des Abschieds nachempfinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/news\/media_news\/gruorn\/grourn_museum\/3BFW2053.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"106\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/news\/media_news\/gruorn\/grourn_museum\/3BFW2055.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"106\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Raum f\u00fcr eigene Gedanken<\/strong><br \/>\nMittig platzierte Tische laden ein, das Gesehene zu reflektieren oder ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Es wurde mit diesem Museum ein Ort geschaffen, an dem ehemalige Gruorner, ihre Nachkommen aber auch geschichtlich Interessierte, Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr eigene Reflexionen und Raum f\u00fcr emotionales Gedenken finden. Neben historischer Wissensverrnittlung stehen vor allem die Menschen und ihr Schicksal im Vordergrund.<br \/>\nViele Sachspenden, Fotografien sowie Dokumente wurden von privater Seite zur Verf\u00fcgung gestellt und flossen in die Ausgestaltung des Museums ein. Unser Dank gilt aber auch dem Stadtmuseum M\u00fcnsingen, das wertvolle und sehenswerte St\u00fccke zur Gruorner Geschichte beitrug.<a name=\"3\"><\/a><\/p>\n<hr style=\"text-align: left;\" \/>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Hintergr\u00fcnde zum verlorenen Albdorf Gruorn<\/em><em> <\/em><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #cc6600;\">Ein Dorf im Dornr\u00f6schenschlaf<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein Dorf im Dornr\u00f6schenschlaf. Bis heute edenken die alten Gruorner und ihre G\u00e4ste aus nah und fern an Pfingsten ihrer Heimat.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"border-width: 1px; border-color: black; border-style: solid;\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/Archiv\/media\/06_01_16_gruorn_0.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"198\" align=\"right\" border=\"1\" \/>Mitten im ehemaligen M\u00fcnsinger Truppen\u00fcbungsplatz liegt das Dorf Gruorn \u2013 oder besser gesagt, das was davon \u00fcbrig blieb. Hecken und Dornen wuchern \u00fcber Mauerreste.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wo einst Mensch und Vieh durch die Gassen zog, war es nach dem zweiten Weltkrieg still geworden. Nur einmal j\u00e4hrlich brach ein Pilgerstrom das Schweigen: Dann nutzten tausende von Menschen den Gruorner Pfingstgottesdienst als Gelegenheit, den \u00dcbungsplatz mit offizieller Erlaubnis zu betreten.<br \/>\nErst in diesem Jahr wurde der Platz ge\u00f6ffnet. Seitdem darf jeder rein. Gruorn aber bleibt ein Ort der Ruhe und Besinnung und seine Mauern duften weiter nach Vergangenheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dass jemand f\u00fcr den Besuch seines eigenen Heimatdorfes eine Genehmigung braucht, scheint absurd. F\u00fcr hunderte Gruorner war dies \u00fcber Jahrzehnte Realit\u00e4t: Auf obersten Befehl der Wehrmacht hin mussten sie 1939 weichen. \u201eF\u00fcnf Familien harrten aus\u201c, erinnert sich Adam Goller, geb\u00fcrtiger Gruorner und Ehrenvorsitzender des Gruorner Wiederaufbau-Komitees bei einem Gespr\u00e4ch mit der Redaktion.<br \/>\nTrotz S\u00e4bel- und Kettenrasseln der Panzer teilten sich die letzten Daheimgebliebenen das Dorf mit Vieh und Soldaten. Mutig waren sie. Vor jeder Kampf\u00fcbung in den Gruorner Gassen unterschrieben sie den Verzicht auf Schadensersatz f\u00fcr Leib und Hof.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Dauerbeschuss hinterlie\u00df Spuren der Verw\u00fcstung. Als Goller 1949 aus dem Krieg heimkehrte, stiegen ihm beim Anblick der zerst\u00f6rten Kirche und der umgeworfenen Grabsteine Tr\u00e4nen in die Augen. Sein Entschluss stand fest: Er wollte Gruorn wieder Leben einhauchen. Er arbeitete \u00fcber Jahre hinweg die Geschichte seiner Heimat auf und gr\u00fcndete 1969 das Gruorner Wiederaufbau-Komitee. Sogar die Franzosen, bis 1992 Hausherren des Platzes, unterst\u00fctzten ihn mit Material und M\u00e4nnern. Wegen des unerm\u00fcdlichen Einsatzes hei\u00dft Goller bei den Gruornern bis heute \u201ealter Schultes von Gruorn\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/Archiv\/media\/06_01_16_gruorn_2.jpg\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"183\" align=\"right\" border=\"1\" \/>Die Jahrzehnte lange Aufbauarbeit machte Gruorn zu dem, was es heute ist: Ein Fenster in die Vergangenheit. Kirche, Schulhaus und Friedhof hat das Komitee liebevoll wiederhergerichtet. Am Ortsrand blinzeln dem aufmerksamen Betrachter alte Stra\u00dfenverl\u00e4ufe, Fundamentreste und Kellergew\u00f6lbe unter Gr\u00e4sern, B\u00fcschen und Bl\u00e4ttern entgegen. Sie erinnern an das gesch\u00e4ftige Leben der 665 Einwohner, die vor dem Krieg in Gruorn arbeiteten und wirkten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zahlreiche H\u00fclen und eine wertvolle Ackerkrume hatten dem Ort einst einen bescheidenen Wohlstand beschert. Mit dem Abzug der Truppen ist Gruorn aufger\u00fcckt: Vom hei\u00df umk\u00e4mpften Zentrum eines \u00dcbungsgel\u00e4ndes zum hei\u00df geliebten Herzen der Biosph\u00e4re.<br \/>\nEingebettet in die \u00fcber hundert Jahre hinweg erhaltene Kulturlandschaft, wird das Dorf als Kulturdenkmal erstmals f\u00fcr jeden fassbar. F\u00fcr die alten Gruorner aber bleibt Gruorn vor allem das, was es schon immer war: eine Gedenkst\u00e4tte und ein Ort des Wiedersehens.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Visionen f\u00fcr die Zukunft fallen unterschiedlich aus: Der zweite Komitee-Vorsitzende Hans Lamparter w\u00fcnscht sich ein Heimatmuseum im alten Schulhaus und einen<br \/>\nGeschichtslehrpfad. Der 86-j\u00e4hrige Adam Goller tr\u00e4umt davon, dass sein Lebenswerk<br \/>\neinmal zu einer landesweiten Wallfahrtsst\u00e4tte wird. So oder so: F\u00fcr die Region wird die Geschichte um Gruorn immer etwas vom Hauch eines uralten M\u00e4rchens behalten. (2006)<a name=\"5\"><\/a><\/p>\n<hr style=\"text-align: left;\" \/>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>SPH\u00c4RE BUCHTIPP<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Gruorn lebt weiter<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wer mehr \u00fcber die Geschichte des Albdorfes wissen will, dem empfiehlt die Redaktion die Brosch\u00fcre mit dem Titel \u201eGruorn lebt weiter\u201c. Sie k\u00f6nnen das B\u00fcchlein zum Preis von f\u00fcnf Euro bei Hans Lamparter bestellen (Telefon: 07381\/1282) oder im Internet unter www.gruorn.de. Weitere authentische Infos bietet ein Besuch im Museum des Alten Lagers.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Termintipp: Am Pfingstsonntag treffen sich die Gruorner Allj\u00e4hrliches Pfingsttreffen in Gruorn Am Pfingstsonntag, treffen sich wie allj\u00e4hrlich die alten Gruorner, ihre Familien und Freunde sowie G\u00e4ste aus nah und fern in dem ehemaligen Albdorf. Begegnungen, Gespr\u00e4che und Erinnerungen stehen im Mittelpunkt des Geschehens um Kirche und Schulhaus.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17,18,13],"tags":[],"class_list":["post-422","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-meilensteine","category-sehenswurdigkeiten","category-truppenubungsplatz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=422"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/422\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":424,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/422\/revisions\/424"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}