{"id":5743,"date":"2012-10-11T13:02:15","date_gmt":"2012-10-11T11:02:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=5743"},"modified":"2019-01-28T11:01:47","modified_gmt":"2019-01-28T10:01:47","slug":"stille-horen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=5743","title":{"rendered":"Stille h\u00f6ren"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li style=\"text-align: left;\"><em>Ort der Stille im ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatzes eingeweiht<\/em><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><em>Schw\u00f6rer Haus und Platzverwaltung er\u00f6ffnen neue Attraktion<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>In der Ruhe liegt die Kraft \u2013 dieser Satz ist schneller gesagt, als tats\u00e4chlich gelebt. Die Menschen g\u00f6nnen sich einfach nicht die Zeit im scheinbaren Nichts eines Himmels, in einer fahlen Landschaft, eben einem stillen Ort \u2013 wie es der ehemalige Truppen\u00fcbungsplatz nun mal ist <!--more-->\u2013 die wahre Gr\u00f6\u00dfe eines noch so kleinen Details zu erfassen. Wie sehen die Wolken heute aus, aus welcher Richtung bl\u00e4st der Wind, ruft ein Milan oder knarzen die Buchen im Hain hinterm Sternenbergturm?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5752\" title=\"3BFW1220\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1220.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1220.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1220-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1220-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Dies alles bereichert den Menschen \u2013 man muss nur lernen, in der Stille zu h\u00f6ren. Eine Bedienungsanleitung h\u00e4ngt zu diesem Zwecke an jeder der drei massiven Liegen, die f\u00fcr sich alleine schon eines der stillen Details abgeben, die in diesem Fall echte Liebhaber massiver Schreiner-Handwerkskunst erfreut.<\/p>\n<p>Engagierte Auszubildende (Azubis) des Hohensteiner Fertighaus-Spezialisten Schw\u00f6rer haben diese Ruheliegen gebaut, ebenso wie die Stelen rund um den kleinen Aussichtsturm des ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatzes bei M\u00fcnsingen-B\u00f6ttingen. Jeder dieser Naturskulpturen besteht aus einem anderen Holz, gestaltet aus Baumarten, die auf dem Platz gedeihen und wachsen.<\/p>\n<div id=\"attachment_5750\" style=\"width: 155px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1210.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5750\" class=\"size-medium wp-image-5750 \" title=\"3BFW1210\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1210-145x160.jpg\" alt=\"\" width=\"145\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1210-145x160.jpg 145w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1210-127x140.jpg 127w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1210.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 145px) 100vw, 145px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5750\" class=\"wp-caption-text\">Probeliegen: Landrat Thomas Reumann, Dr. Dietmar G\u00f6tze (BImA) und Schw\u00f6rer Haus-Chef Johannes Schw\u00f6rer w\u00fcrdigten die Arbeit der Auszubildenden (Foto von li. nach re.).<\/p><\/div>\n<p>Firmenchef Johannes Schw\u00f6rer und Dr. Dietmar G\u00f6tze von der Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben, quasi Hausherr des ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatzes, verbindet schon seit 2008 eine Gesch\u00e4ftsbeziehung in Sachen Holz der kurzen Wege (siehe unten). Schw\u00f6rer, als einer der wichtigsten Arbeitgeber auf der Schw\u00e4bischen Alb, will sich aktiv in die Modellregion Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb einbringen.<\/p>\n<p>Damit nun doch der eine oder andere die Faszination der entspannten Beobachtung wieder entdeckt \u2013 die nat\u00fcrliche Neugier reaktiviert, wie sie Kindern als Triebfeder in die Wiege gelegt ist, um die Anforderungen des Lebens zu meistern \u2013 haben die Azubis eine Bedienungsanleitung, eine Art Crashkurs zum Thema \u201eOrt der Stille\u201c an jede Liege angeh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Sph\u00e4re-Wissen: Von der Idee zur Realit\u00e4t<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Idee der Schaffung eines \u201eOrts der Stille\u201c kann gewisserma\u00dfen als Gegenpol zur wirtschaftlichen Komponente der Nutzung des Rohstoffes Holz verstanden werden. Die Umsetzung dieses Projektes traf bei den Azubis der Schw\u00f6rerHaus KG spontan auf Begeisterung. Mit viel Engagement und inhaltlicher Auseinandersetzung wurden Ideen entwickelt, die sowohl dem Bed\u00fcrfnis nach Ruhe und Entspannung gerecht werden wie auch dem nach Information. Unter Federf\u00fchrung der beiden DHBW<span style=\"color: #ff0000;\">&#8211;<\/span><span style=\"color: #000000;\">Studenten Jasmin Schrodi und Thomas Manz entstand ein Konzept f\u00fcr die<\/span> Ausgestaltung des \u201eOrts der Stille\u201c: von der Ideensammlung \u00fcber die Genehmigungsreife bis hin zur Verwirklichung des Projektes. Dem Besucher soll ein willkommener Platz zum Ausruhen und Genie\u00dfen eines mittlerweile selten gewordenen Schatzes der \u201eNatur\u201c angeboten werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5751\" title=\"3BFW1206\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1206-160x106.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"106\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1206-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1206-140x93.jpg 140w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1206.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/><\/p>\n<p>Fragen wie \u201ewas ist Ruhe\u201c, mehr als Stille z.B. Meditation, \u201ewie k\u00f6nnen wir am besten entspannen? In welcher K\u00f6rperhaltung etc. wurden gestellt. Das Resultat: Liegen aus witterungsbest\u00e4ndigem Douglasienholz so platziert, dass die umgebende Landschaft Anlass zur Meditation ist. Himmel, Erde, Weite, und N\u00e4he sind Begriffe, die zur Meditation einladen. Fragen wie \u201esind Wolken am <span style=\"color: #000000;\">Himmel? Und welche Formen haben sie? \u201c sollen Hilfestellungen geben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber auch Fragen: \u201ewas ist ein <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">Besucherlenkungskonzept?\u201c &#8211; Besucher bewusst an diesen Ort lenken. Dort soll Interesse geweckt werden: \u201eWissen die Besucher \u00fcberhaupt, welche Baumarten hier im Biosph\u00e4rengebiet wachsen<\/span><\/span><span style=\"font-size: small;\">?\u201c Daraus entstand die Idee, Infotafeln \u00fcber die im Biosph\u00e4rengebiet beheimateten Baumarten Fichte, Buche, Eiche, Esche, Ahorn, Linde, Kirsche zu erstellen und zu platzieren. <\/span><\/span><\/p>\n<p>In Zusammenarbeit von Bundesforst und Schw\u00f6rerHaus KG entstand ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Ort, den die Schw\u00f6rer Azubis folgenderma\u00dfen beschreiben:<\/p>\n<p>\u201eEin aufregendes und umfassendes Projekt mit dem wir uns lange Zeit intensiv besch\u00e4ftigt haben. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung war, aus einem Stichwort \u201eOrt der Stille\u201c etwas zu erschaffen, was bei den Besuchern gut ankommt, zur Wiederkehr einl\u00e4dt, einen bleibenden Eindruck hinterl\u00e4sst und bei schwieriger Witterungssituation lange erhalten bleibt.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Ein besonderer Lernprozess entstand dadurch, dass das Projekt von der Ideenentstehung \u00fcber die Produktion bis hin zur Fertigstellung vor Ort begleitet und koordiniert werden konnte. Die Zusammenarbeit mit dem Bundesforst machte das Projekt spannend, weil verschiedene Menschen mit verschiedenen Berufen aus unterschiedlichen Generationen aufeinander trafen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Sph\u00e4re-Wissen: Besucherlenkungskonzept<\/strong><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5753\" title=\"3BFW1224\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1224.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1224.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1224-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3BFW1224-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Gemeinsam mit ihren Partnern im beh\u00f6rdlichen und politischen Umfeld hat die Bundesanstalt vor einigen Jahren ein Besucherlenkungskonzept entwickelt. Ziel sollte dabei nicht nur die Lenkung der Besucher, sondern auch eine Erh\u00f6hung der Attraktivit\u00e4t des ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatzes sein. Schon bei der Vorstellung des Konzepts im Jahr 2008 war klar, dass die Umsetzung der Konzeptvorschl\u00e4ge nur in mehreren Schritten m\u00f6glich sein w\u00fcrde. Dieses nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass es sich bei dem ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatz um eine in vielfacher Hinsicht sehr sensible Liegenschaft handelt. Ein hoher Naturschutz- und Denkmalschutzwert stehen hierbei ebenso im Vordergrund wie die nach wie vor hohe Kampfmittelbelastung. Eine gro\u00dfe Zahl von \u201eStakeholdern\u201c sind bei der Umsetzung zu beteiligen oder als Genehmigungsbeh\u00f6rde einzuschalten.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">In diesem Jahr wurde mit dem Projekt \u201eOrt der Stille\u201c ein ganz besonderes Attribut des ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatzes aufgegriffen. Ziel des Projektvorschlages im Besucherlenkungskonzept war die Schaffung eines markanten Ortes, an dem die einmalige Landschaft unter weitgehender Ausschaltung der sonst \u00fcblichen Zivilisationsger\u00e4usche erlebt werden kann.<\/span><\/p>\n<p>Dazu hat der Sternenbergturm am Wanderweg Nr. 3 eine an die Landschaft und ihre naturschutzfachlichen Kleinodien angepasste Ausstattung erhalten. Die Gestaltung orientiert sich am Corporate Layout des Biosph\u00e4rengebietes. Als Partner der Bundesanstalt konnte in diesem Fall die Firma Schw\u00f6rer Haus KG gewonnen werden.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Diese Zusammenarbeit ist nicht neu: Bereits 2010 schlossen die Bundesanstalt und die Schw\u00f6rerHaus KG einen engen Kooperationsvertrag ab, der sowohl die St\u00e4rkung der Wirtschaftskraft als auch die F\u00f6rderung des Biosph\u00e4rengebietes zum Inhalt hat.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"Apple-style-span\" style=\"color: #800000;\"><strong>Sph\u00e4re-Wissen: Holz der kurzen Wege<\/strong><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1757\" title=\"holz_schwoerer_IMG_5441\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/holz_schwoerer_IMG_5441.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/holz_schwoerer_IMG_5441.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/holz_schwoerer_IMG_5441-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/holz_schwoerer_IMG_5441-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">Konkret beinhaltet die Kooperation: die Abnahme von ca. 3.500 Festmeter Fichte-Rundholz zu markt\u00fcblichen Preisen &#8211; der Vorteil liegt in den kurzen Transportwegen von ca. 30 Kilometern. Weitere Pluspunkte liegen in den gesicherten Angebots- und Abnahmemengen, einer kurzfristigen Abfuhr aus dem Wald und damit weniger Waldschutzproblemen. Eine Win-Win-Situation f\u00fcr beide Vertragspartner, aber auch f\u00fcr die Region im und am Rande des Biosph\u00e4rengebietes. Nicht nur, dass die \u00f6kologischen Vorteile eines kurzen Rohstoff &#8211; Transportes allen zugute kommen; auch die Wertsch\u00f6pfung bleibt in der Region, besonders auch weil die Firma Schw\u00f6rerHaus KG das Rundholz im eigenen Werk zu hochwertigen und energiesparenden Fertigh\u00e4usern weiterverarbeitet und veredelte Holzwerkstoffe<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">herstellt. Das Restholz wird in einem eigenen Biomasse-Heizkraftwerk mit 9 Megawatt Stromleistung thermisch verwertet. Dieses Konzept wird im \u00fcbrigen auch mit dem Privatwald, der Landesforstverwaltung und den Kommunen gepflegt, da es sich als \u00e4u\u00dferst sinnvoll herausgestellt hat.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">Sph\u00e4re-Gedanken: Johannes Schw\u00f6rer will Beispiel geben<\/span><\/strong><\/p>\n<p>In den Leitgedanken des Biosph\u00e4rengebietes Schw\u00e4bische Alb ist verankert, dass hier eine Modellregion entsteht, in der erfolgreicher Natur- und Umweltschutz mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der im Gebiet lebenden Menschen verkn\u00fcpft werden soll. Dies soll auf eine Weise geschehen, die den Anspr\u00fcchen der heute lebenden Menschen gerecht wird und die gleichzeitig die Lebensgrundlage nachfolgender Generationen erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Dieser eben zitierte Leitsatz ist anspruchsvoll, aber er enth\u00e4lt Grunds\u00e4tze, f\u00fcr die es sich lohnt zu k\u00e4mpfen,\u00a0denn\u00a0was bringt uns aller wirtschaftlicher Erfolg, wenn danach die Umwelt zerst\u00f6rt ist. Was bringt es, beruflich H\u00f6chstleistungen zu erbringen und nach wenigen Jahren dann einen sogenannten Burn out zu erleben.<\/p>\n<p>Aber, und dass d\u00fcrfte auch klar sein, wenn wir die sozialen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in unserem Land erhalten wollen,\u00a0und da gibt es derer viele, ich erinnere an die gesetzliche Krankenversicherung, an unser Rentensystem an die Sozialabsicherung, an gut funktionierende Schulsysteme, Kultureinrichtungen und nat\u00fcrlich auch an den Wohlstand in den einzelnen Familien,\u00a0wenn wir dies erhalten wollen, so brauchen wir wirtschaftlichen Erfolg.<\/p>\n<p>Wenn keiner &#8211; aus Angst vor dem burn out &#8211; mehr bereit ist berufliche H\u00f6chstleistungen zu erbringen, dann d\u00fcrfte es mit dem Wohlstand in unserem Lande bald vorbei sein.<\/p>\n<p>Deshalb geht es darum, Zeitr\u00e4ume f\u00fcr H\u00f6chstleistungen aber auch Zeitr\u00e4ume f\u00fcr Entspannungen in vern\u00fcnftigen Einklang zu bringen. Welcher Platz ist f\u00fcr die Entspannung aber besser geeignet als das Biosph\u00e4rengebiet und hier ganz besonders dieser Ort der Stille,\u00a0vorausgesetzt nat\u00fcrlich das Wetter passt oder man hat die richtige Kleidung an, getreu dem Motto, es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung.<\/p>\n<p>Sinnvolles Wirtschaften im Einklang mit der Natur, der Leitsatz unseres Biosph\u00e4rengebietes. Wie soll das gehen?\u00a0Kein Zweig unserer Wirtschaft hat das in der Vergangenheit besser gezeigt, als die Holzwirtschaft.<\/p>\n<p>Wurde doch der Begriff der Nachhaltigkeit erstmals im Rahmen der sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts aus der Not der Waldvernichtung entwickelnden Forstwirtschaft formuliert, regional aus dem gleichen Grund jedoch bereits im 15. Jahrhundert praktiziert.<\/p>\n<p>Aber jedes gut funktionierende Gesetz der Vergangenheit muss auch in der Gegenwart immer wieder neu gelebt werden. Deshalb muss auch die Holzwirtschaft immer neu am Ball bleiben.<\/p>\n<p>Dies ist in den letzten Jahren vielleicht zu sehr in Vergessenheit geraten (\u00dcberkapazit\u00e4ten), aber das seit 2010 gelebte Prinzip\u00a0Holz der kurzen Wege\u00a0ist hier bestimmt ein guter Ansatz . Diese Kooperation, die wir seit 2010 mit dem Bundesforst pflegen aber auch die gute Zusammenarbeit mit den benachbarten Kommunen und dem Privatwald zeigen auf, dass die Idee das Rundholz aus dem Wald nur kurze Wege zu transportieren um damit u.a. auch\u00a0&#8211; die CO\u00b2 &#8211; Belastung zu verringen\u00a0der richtige Weg ist.<\/p>\n<p>Mit diesem Konzept ist es auch m\u00f6glich, weiter f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung regionaler Arbeitskr\u00e4fte zuerst in Forst- und Speditionsunternehmen und dann im holzverarbeitenden Betrieb zu sorgen.<\/p>\n<p>Bei den Arbeitskr\u00e4ften wird uns die demographische Entwicklung in den n\u00e4chsten Jahren vor schwierige Aufgaben stellen und deshalb ist es notwendig, dass die Region zusammen h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Wie bei jeder guten Partnerschaft kommt es immer auf den Zusammenhalt an, in guten und schlechten Zeiten.<\/p>\n<p>Das dieser (Zusammenhalt) funktioniert wird bei dieser Partnerschaft aufgezeigt und wurde auch in der Vergangenheit bei den letzten gro\u00dfen St\u00fcrmen immer wieder unter Beweis gestellt. So soll es auch in Zukunft bleiben.<\/p>\n<p>Heute haben wir aber eine gute Zeit, eine sogenannte Zeit der Stille und ich freue mich dar\u00fcber, dass unsere Auszubildenden hier so motiviert mitgemacht haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>(Ausz\u00fcge aus der Rede von Johannes Schw\u00f6rer anl\u00e4sslich der Einweihung des \u201eOrtes der Stille\u201c am 10. Oktober 2012)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">WEBcode 191212 \/ WEBcode #16207<\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ort der Stille im ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatzes eingeweiht Schw\u00f6rer Haus und Platzverwaltung er\u00f6ffnen neue Attraktion In der Ruhe liegt die Kraft \u2013 dieser Satz ist schneller gesagt, als tats\u00e4chlich gelebt. 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