{"id":583,"date":"2007-10-08T16:27:14","date_gmt":"2007-10-08T14:27:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=583"},"modified":"2010-11-24T16:27:38","modified_gmt":"2010-11-24T15:27:38","slug":"specht-penthouse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=583","title":{"rendered":"Specht-Penthouse"},"content":{"rendered":"<p><em>NABU \u00fcbernimmt Patenschaft f\u00fcr einen H\u00f6hlenbaum in Hohenstein<\/em><\/p>\n<p>Eine Patenschaft f\u00fcr einen H\u00f6hlenbaum? Und das Geld daf\u00fcr geht an die Gemeinde? Was zun\u00e4chst verwundern mag, ergibt Sinn, wenn man ein wenig hinter die idyllische Waldkulisse schaut.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/media_onlinenews\/07_10_110_Spechtbaum.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"107\" height=\"160\" align=\"right\" \/><\/p>\n<p>Die Bruth\u00f6hlen heimischer Spechtarten spielen eine kaum bekannte aber bedeutende Rolle f\u00fcr die Artenvielfalt in unseren W\u00e4ldern: Bis zu 40 einheimische Waldtierarten nutzen sie als Wohnraum &#8211; dazu geh\u00f6ren auch Rote-Liste-Arten wie die Hohltaube, die ihre Jungen in den fertig gezimmerten Bruth\u00f6hlen ihrer Vorg\u00e4nger aufziehen. Im Winter dagegen sichert die vom Specht geschaffene Behausung beispielsweise dem Rauhfu\u00dfkauz das \u00dcberleben, der selbst nicht &#8222;zimmern&#8220; kann.<\/p>\n<p>Der Schwarzspecht liebt Laub- und Mischw\u00e4lder und alte B\u00e4ume mit weichem Kern, in die er seine H\u00f6hlen bauen kann. Auf der Alb kartierte und markierte der Spechtexperte Luis Sikora bereits 400 H\u00f6hlenb\u00e4ume per GPS, um sie vor dem versehentlichen F\u00e4llen zu bewahren, denn der wirtschaftliche Druck in Forstbetrieben f\u00fchrt leicht zum \u00dcbersehen der hoch gelegenenen Biotope. Um diese H\u00f6hlenb\u00e4ume vor der Motors\u00e4ge zu bewahren, entwickelte Sikora in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wildtierstifung ein Patenschaftsmodell: Zum Preis von einmalig 200,- Euro erh\u00e4lt der Pate eine H\u00f6hlenbaumurkunde, die ihm zwar nicht die Eigentumsrechte am Baum zusichert, daf\u00fcr aber den Erhalt bis zu dessen nat\u00fcrlichem Lebensende. Von den 200,- Euro gehen 150,- Euro an die jeweilige Gemeinde, in deren Gemarkung der H\u00f6hlenbaum liegt. Die restlichen 50 Euro kommen der Deutschen Wildtierstiftung zu Gute. Die Idee dahinter: Naturschutz &#8211; nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einem konstruktiven Signal in Richtung Politik und Wirtschaft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/media_onlinenews\/07_10_110_Spechtbaum_2.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"159\" height=\"110\" align=\"left\" \/>Genau in diese Denkrichtung steuert die NABU Mittlere Alb seit ihrer Gr\u00fcndung im Rahmen verschiedenster Projekte. Der kreative Projektansatz der Spechtbaumpatenschaft begeisterte so sehr, dass sich die Natursch\u00fctzer zur \u00dcbernahme einer Patenschaft auf der Gemarkung Hohenstein entschlossen &#8211; &#8222;um mit einem weiteren positivem Beispiel voranzugehen&#8220;, so Bernd Fausel, Vorstandsmitglied der NABU-Gruppe. Bei der \u00dcbergabe der Urkunde am 4. Oktober, die direkt am H\u00f6hlenbaum stattfand, waren neben B\u00fcrgermeister Jochen Zeller auch Hohensteins Revierf\u00f6rster Stefan H\u00e4gele sowie FDir Alfred Krebs vom Kreisforstamt zugegen. Einhellig wurde die Aktion begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Wer dem Beispiel folgen m\u00f6chte, kann sich wegen weiterf\u00fchrender Informationen direkt an den Spechtexperten wenden: Luis Sikora, Tel.: 07121 &#8211; 505 312<\/p>\n<p><span style=\"color: #cc6600;\"><a href=\"http:\/\/www.deutschewildtierstiftung.de\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #cc6600;\">www.deutschewildtierstiftung.de<\/span><\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NABU \u00fcbernimmt Patenschaft f\u00fcr einen H\u00f6hlenbaum in Hohenstein Eine Patenschaft f\u00fcr einen H\u00f6hlenbaum? Und das Geld daf\u00fcr geht an die Gemeinde? 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