{"id":6799,"date":"2009-12-18T09:11:55","date_gmt":"2009-12-18T08:11:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=6799"},"modified":"2012-12-18T17:44:53","modified_gmt":"2012-12-18T16:44:53","slug":"nur-vom-bauer-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=6799","title":{"rendered":"Nur vom Bauer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><em><!--more-->Regionalmarkt: Biosph\u00e4rengebiet gibt Direktvermarkter neuen Auftrieb<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><strong style=\"font-style: normal;\">Chancen oder Risiken? Hohe Energiepreise, schwankende Lebensmittelpreise, verpfuschte Nahrung \u2013 Erzeuger und Verbraucher suchen neue Wege. Schon heute gilt die Biosph\u00e4re als Genie\u00dferland, Direktvermarkter geben dieser Entwicklung noch mehr Schwung.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6801\" title=\"bauer_84FB6743\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bauer_84FB6743.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bauer_84FB6743.jpg 640w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bauer_84FB6743-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bauer_84FB6743-478x320.jpg 478w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bauer_84FB6743-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Doch wer blickt bei den globalen Marktverh\u00e4ltnissen noch durch? Scheinbar wenige, am wenigsten die, die es wohl wissen m\u00fcssten. Bankenkrise, Fleischskandale, China-Milch und nun auch zu viel Gift in heimischem Obst und Gem\u00fcse. Guten Appetit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Globalisierung der Warenstr\u00f6me entm\u00fcndigt den Verbraucher. Doch daran hat er selber Schuld. Denn: Nur gut ist, was billig ist. Schaufeln wir nicht unser eigenes Grab?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das junge Biosph\u00e4rengebiet auf der Schw\u00e4bischen Alb aber k\u00f6nnte eine Keimzelle zur Umkehr werden. Neues Gedanken- und altes Saatgut breitet sich hier aus wie der Nebel im Herbst in den Trockent\u00e4lern. Langsam aber sicher kommt der gehobene Qualit\u00e4tsanspruch der Erzeuger von der Alb auch bei den Menschen in Ballungsgebieten an. Bes\u00adtes Beispiel die Reutlinger Markthalle. Sie wurde Anfang 2008 von Musterbetrieben der Alb erfolgreich in Szene gesetzt. \u201eMit dem Umsatz bin ich sehr zufrieden\u201c, freut sich Heinrich Beck, Chef von insgesamt 10 B\u00e4ckerfilialen auf der Alb. Er begeistert mit seinen frischen Backwaren aus R\u00f6merstein die geschmacksbewussten Reutlinger. Mit im \u201eInitiativ-Team\u201c, setzte auch der Nudelfabrikant Alb-Gold aus Trochtelfingen mit seinen Vorstellungen von Qualit\u00e4t bei den Stadtbewohnern Akzente \u2013 ebenso wie Gourmet-Metzger Ludwig Failenschmid aus G\u00e4chingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1047\" title=\"regiomarkt3BFW2870\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2870.jpg\" alt=\"Regionalmarkt (Artiekel: Nur vom Bauer)\" width=\"160\" height=\"107\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2870.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2870-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Failenschmid \u00fcbrigens ist ein Gesch\u00e4ftsmann, der in geschmacks- und bewusstseinsbildende Ideen gern investiert. Ihm ist es zu verdanken, dass der sogenannte Alb-B\u00fcffel sich als Markenzeichen f\u00fcr diesen urigen Landstrich etabliert. Wer als Konsument B\u00fcffelfleisch, B\u00fcffelk\u00e4se oder B\u00fcffelmilch genie\u00dft, bevorzugt bewusst eher den seltenen, reinen Geschmack als den Preishammer im Doppelpack.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dass in der Biosph\u00e4re noch kulinarische Sch\u00e4tze ruhen, verdankt die Alb ihrer Abgeschiedenheit. Doch nun greifen auch die Marktketten gierig mit ihren Geschmacksvorstellungen nach den gr\u00fcnen Wiesen dieser d\u00fcnner besiedelten Region. Seit der Jahrtausendwende sprie\u00dfen die Wellblechhallen aus dem kargen Karstboden wie der L\u00f6wenzahn auf fetten, \u00fcberd\u00fcngten Weiden. Ein Wettlauf ist entbrannt: Dorfladen gegen Multiketten, freundliches Verkaufsgespr\u00e4ch gegen erstarrte Scheckkartengesichter, Dose gegen Frischware. Ob Mikrowelle oder Lust am Kochen, das ist hier zu Lande noch keine Frage \u2013 vielmehr Ehrensache. So wie das Feuerholz unterm Dachvorsprung oder Brot aus dem Backhaus verk\u00f6rpert der reichhaltige Mittagstisch ein St\u00fcck Lebenslust. Doch ist dieses Traditionsgut\u00a0 in Gefahr, ebenso wie der nat\u00fcrliche Mechanismus gelebter Qualit\u00e4tskontrolle. Denn: Ein Dorfmetzger verkauft nur einmal Gammelfleisch, dann ist er Kunden und Job los.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eDoch gerade die Lebensmittelskandale treiben uns neue Kunden zu\u201c, beschreibt Beck den gef\u00fchlten Umschwung. \u201eHeute ist die Alb ein Genie\u00dferland\u201c, zieht der Verfechter f\u00fcr guten Geschmack sein Fazit aus der Entwicklung der vergangenen 15 Jahre. Dass die Alb als letzte Bastion mit halbwegs gesunden Strukturen einen besonderen Status verdient, haben die Politiker nicht erst seit dem Biosph\u00e4rengebiets-Antrag bei der UNESCO erkannt. Schon davor, seit 2001, unterst\u00fctzt PLENUM im Landkreis Reutlingen, jetzt PLENUM Schw\u00e4bische Alb, den Bewusstseinswandel mit barem Geld. PLENUM ist ein F\u00f6rderprogramm des Landes Baden-W\u00fcrttemberg f\u00fcr naturschutzorientierte Regionalentwicklung. In unserer Region wurden damit seit 2001 246 innovative Projekte mit rund 2 Millionen Euro unterst\u00fctzt. Diese Gelder wirken als Katalysator und Motivator im Wettlauf der Region, nicht gegen, sondern mit dem Rest der Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1045\" title=\"regiomarkt3BFW2876\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2876.jpg\" alt=\"Regionalmarkt (Artiekel: Nur vom Bauer)\" width=\"160\" height=\"107\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2876.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2876-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Getreu dem Motto \u201eglobal denken, aber lokal handeln\u201c, ruft dieser F\u00f6rdermittelrahmen des Landkreises gerade gesch\u00e4fts\u00adt\u00fcchtige Vision\u00e4re auf den Plan \u2013 so wie Becka Beck-Chef Heinrich Beck. Er konnte dank der Kapitalspritze aus Reutlingen seine Vision vom Alb-Dinkel realisieren. Die Rechnung ging auf. Dinkel gilt als typisches und gesundes Korn der Hochfl\u00e4che \u2013 doch es war von den Feldern und aus den K\u00f6pfen verschwunden. \u201eDaran war der Krieg schuld\u201c, erinnert\u00a0 sich Beck an die Erz\u00e4hlungen seines Vaters. \u201eDas Regime hatte den Dinkelanbau verboten.\u201c Der energie- und ertragreichere Weizen sollte in der Landwirtschaft der Alb verankert werden. Denn: Weizen reagiert extrem auf D\u00fcnger. Als dann in den 90er-Jahren das Nitrat f\u00f6rmlich aus den Karstquellen sprudelte, z\u00e4hmte die Politik den ungest\u00fcmen D\u00fcngereinsatz. Doch auch die vielen Allergieerkrankungen setzten verantwortungsbewussten Umgang mit den Lebensmitteln in ein neues Licht. Die Zeit war reif. Reif f\u00fcr das alte Albkorn \u2013 den Dinkel. Dinkel steht f\u00fcr sauberen Geschmack, schon alleine deshalb, weil dieses Korn auf k\u00fcnstliche Wachstumsf\u00f6rderer weniger reagiert als der Weizen. Diese Eigenschaft alleine schon macht dieses Urkorn zur ges\u00fcnderen Wahl. \u201eAllergiker waren somit die ersten, die meine Dinkelbackwaren h\u00e4nderingend suchten\u201c, erinnert sich Beck an die Anf\u00e4nge. Heute sind seine Dinkelweckle bis weit in die T\u00e4ler in Mode.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieses Beispiel zeigt, dass Bewusstseinswandel durchaus funktioniert. Tue Gutes und Rede dar\u00fcber. Das alte Handwerk, die gelebten Traditionen machen stolz. Ja, sie sind ein greifbareres Kapital, mehr noch, als die mit Farbe bedruckten Geldscheine in Zeiten der Bankenkrise. Wertsch\u00f6pfung hat etwas mit Bewertung zu tun. Die Grundlage daf\u00fcr ist das gute Gef\u00fchl. Wenn es gelingt, die Besonderheit einer Landschaft, eines reifen Urkorns, eines in Natur gehaltenen Schafes oder Schweines, das nicht mit Antibiotika \u00fcber Wasser gehalten werden muss, im Bewusstsein zu verankern, dann ist der Mehrwert pure Lebenszeit und Genuss. Beides ist endlich und somit kein Spielball von Spekulation und Inflation.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dass sich gesunde Nahrung durchaus auch wirtschaftlich rechnet, durfte auch Petra Betz erfahren. Sie und ihr Mann J\u00fcrgen haben in Laichingen am Rande der Biosph\u00e4re 1998 einen Neulandhof gebaut. Bundesweit wirtschaften 80 Betriebe nach Neulandhof-Richtlinien. Tiergerechte Haltung steht im Vordergrund. In Folge dessen gewinnt auch der Verbraucher und der Mensch. Denn: Sie f\u00fcttern gentechnikfrei. Ihre schwarz gefleckten schw\u00e4bisch-h\u00e4llischen Landschweine rennen wild durch die Natur \u2013 Weidehaltung pur. \u201eUnsere Schweine leben 100 Tage l\u00e4nger als die Artgenossen in der klassischen Schweinemast. Sie riechen den Sommer und sp\u00fcren die K\u00e4lte des Winters. Das schmeckt man\u201c, best\u00e4tigt die experimentierfreudige Landwirtin. \u201eUnser Braten schrumpft nicht wie das Eis an der Sonne\u201c, lobt Betz das Fleisch ihrer S\u00e4ue und prangert die wasserhaltigen Mogelpackungen an, mit denen Billiganbieter den Geiz in uns Menschen wecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Regional total \u2013 die Nahrungskette der Betzens beginnt und endet auf der Alb. Sie f\u00fcttern Gerste und Hafer aus eigenem Anbau, schlachten selbst und verkaufen \u00fcber Neuland und auf umliegenden M\u00e4rkten. Mit wachsendem Erfolg. \u201eNoch vor zehn Jahren wurden wir als Spinner bel\u00e4chelt\u201c, heute ist das Gesch\u00e4ftsmodell akzeptiert. Aus dem kleinen Laden in Laichingen wurde ein vierfach vergr\u00f6\u00dferter Betrieb. Heute z\u00e4hlt der Laichinger Neulandhof 150 Mastschweine, nebst 20 Mutters\u00e4uen f\u00fcr die Zucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine gro\u00dfe Schweinemast auf Stroh betreibt auch Markus Mayer aus Wittlingen. Er geh\u00f6rt zu den Querdenkern der Region. Einer, der den Stall auch schon mal leer stehen l\u00e4sst, wenn der Getreidepreis steigt und der Schweinepreis f\u00e4llt. Er ist Optimist, erkennt geschickt seine Chancen und zeigt sich aufgeschlossen den Anforderungen des Marktes. \u201eWenn die Menschen nicht bereit sind, ein gutes Geld f\u00fcr gute Arbeit zu zahlen, dann stelle ich meine Betriebskraft der Energiewirtschaft in den Dienst\u201c, sprach er und pflasterte seine Stalld\u00e4cher mit Solarzellen zu. Auch hat Mayer schon einen Antrag f\u00fcr eine Biogas-Anlage gestellt und wird auch von Natursch\u00fctzern daf\u00fcr kritisiert: Ein Landwirt sei doch kein Energiewirt. Er entgegnet mit einem Schalk im Gesicht: \u201eW\u00fcrden gerade die, die jetzt gegen diesen pragmatischen Umweltschutz demonstrieren und Unterschriften sammeln, beim Metzger einen anst\u00e4ndigen Kilopreis bezahlen, dann br\u00e4uchte ich f\u00fcr mein Unternehmen diese Alternative nicht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Noch aber verf\u00fcttert Mayer die Fr\u00fcchte der Alb an seine Schweine und vermarktet sie teilweise selbst (siehe gro\u00dfes Foto oben). Mit seinem mobilen Bauernmarkt erh\u00f6ht er die Gewinnspanne, wird somit zum kompletten Unternehmer. Dadurch ist er n\u00e4her am Kunden, kann auf Bed\u00fcrfnisse reagieren und degradiert sich nicht mehr zum unwirtschaftlichen Anh\u00e4ngsel des Weltmarktes.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Landwirtschaft auf der Alb kann nicht mit dem Norden Deutschlands konkurrieren und schon gar nicht mit dem Weltmarkt. Darum m\u00fcssen Nischen gesucht und gefunden werden. Geschmack, Qualit\u00e4t und Authentizit\u00e4t sind Werte, die in m\u00fchevoller Argumentationsarbeit an den St\u00e4nden der Wochenm\u00e4rkte gehegt und gepflegt werden. Wer freundlich bedient, kompetent ber\u00e4t und gute Ware verkauft, baut sich einen stetig wachsenden Kundenstamm auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Kundenbindung auf h\u00f6chs\u00adtem Niveau hat einigen Betrieben auf der Alb einen wahren Einkaufstourismus beschert. Nein, nicht die vorbildliche Gastronomie ist gemeint, die sich in einer Art geschmackssportlichem Wettbewerb qualitativ in schwindelerregende H\u00f6hen geschraubt hat. Vielmehr die Hofl\u00e4den wie von Markus Mayer oder Metzgereien sind es, die der St\u00e4dter mit mehreren hundert Euro und einer K\u00fchltasche im Gep\u00e4ck zielgenau ansteuert. Beispiel: Die Metzgerei Failenschmid in G\u00e4chingen oder Schwenkedel in R\u00f6merstein-Zainingen. Beliebte Mitnahmeartikel sind ger\u00e4ucherte Wurstwaren, Schw\u00e4bische Maultaschen und die schmack\u00adhafte Dosenwurst. \u201eWir verschicken w\u00f6chentlich rund 30 Wurst- und Fleischpakete bundesweit\u201c, freut sich Ludwig Failenschmid \u00fcber die gro\u00dfe Nachfrage. Auch Karl-Heinz Mutschler, Chef des Zaininger Betriebes, hat sich zur Anlaufstelle f\u00fcr die Stadtbewohner entwickelt. Spazieren auf dem ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatz oder rund um die Zaininger H\u00fcle, danach der hausmacher Lammsch\u00e4ferstecken &#8211; was f\u00fcr ein sch\u00f6ner Tag. In Stuttgart gar beliefert Junior-Chef Mutschler schon seit zw\u00f6lf Jahren das Feinschmecker-Restaurant des Fernseh- und Meisterkochs Vincent Klink mit den hochwertigen Rohstoffen aus dem Herzen der Biosph\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch erst die Erfindung des sogenannten Biosph\u00e4renl\u00e4dle machte Mutschler zum Exportweltmeister der Qualit\u00e4tsmarke Schw\u00e4bische Alb. Eine Art Shop in Shop in derzeit sieben Getr\u00e4nkem\u00e4rkten bietet Liebhabern der Alb ausgew\u00e4hlte Produkte. Vom Schw\u00e4bischen Whisky \u00fcber feine Alb-Gold-Nudeln bis hin zu urigen Einkorn-Keksen pr\u00e4sentieren die Biosph\u00e4ren-Verkaufsregale bis nach Stuttgart die Geschmacksnote der Alb. \u201eDas Gesch\u00e4ft steht auf soliden Beinen, der Umsatz steigt\u201c, freut sich Mutschler \u00fcber die Resonanz. Langfristig will er bis zu 100 L\u00e4dle platzieren. Auch dieses Projekt wurde durch PLENUM unterst\u00fctzt mit einer Anschubfinanzierung f\u00fcr die Ausstattung des ersten Biosph\u00e4renl\u00e4dles.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wer an Alblamm denkt, denkt an Sch\u00e4fer Gerhard Stotz aus M\u00fcnsingen. Denkt an zartes Fleisch, das auf der Zunge zergeht. Denkt an die auf Magerrasen weidenden Schafherden. Einst war das Schaf alles andere als ein Festtagsmahl. Fett und tranig schmeckte der Hammel vor 100 Jahren. Denn damals wurden die Tiere erst geschlachtet, wenn die Wollausbeute zu gering war.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Hier oben auf der Alb hat noch niemand vergessen, wie der Kohl aus dem Garten schmeckt, wie s\u00fc\u00df die Erbsen ranken, wie herb der vergorene Streuobstsaft aus dem Mostkrug den Gaumen verw\u00f6hnt. Noch ist die Erinnerung an alte Backrezepte lebendig und es herrscht ein nat\u00fcrlicher Wettstreit um den Geschmack. Diesen Status Quo will und soll die Biosph\u00e4re erhalten. Quasi als Gedankendatenbank f\u00fcr nachfolgende Generationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #ff6600;\"><em><strong>Aufgepasst: In Obst und Gem\u00fcse hohe R\u00fcckst\u00e4nde von Pflanzenschutzmitteln<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1046\" title=\"regiomarkt3BFW2882\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2882.jpg\" alt=\"Regionalmarkt (Artiekel: Nur vom Bauer)\" width=\"160\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2882.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2882-140x98.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Qualit\u00e4t einkaufen lohnt. Denn: In Kopfsalat, \u00c4pfeln, Zuchtchampignons sowie Gr\u00fcn- und Wirsingkohl wurden 2007 h\u00e4ufig die gesetzlichen H\u00f6chstmengen f\u00fcr Pflanzenschutzmittelr\u00fcckst\u00e4nde \u00fcberschritten. Dies teilte das Bundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im Ok\u00adtober bei der Vorstellung des Lebensmittel-Monitorings im OKtober 2008 mit. Bei einigen Proben von Kopfsalat, Gr\u00fcnkohl, Austernseitlingen und Tomaten lag die Belastung so hoch, dass bei einmaligem Verzehr gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigungen nicht auszuschlie\u00dfen sind. \u201eDie Anstrengungen des Handels zur Reduzierung der R\u00fcckst\u00e4nde von Pflanzenschutzmitteln reichen bei einigen Obst- und Gem\u00fcsearten offenbar nicht aus\u201c, kritisierte der Leiter des BVL, Dr. Helmut Tschiersky-Sch\u00f6neburg.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Kontaminationen von Wildschweinfleisch mit Blei, die in erster Linie durch Geschosspartikel der Jagdmunition verursacht werden, waren erneut in einigen Proben sehr hoch. Offenbar sind tief ins Fleisch eindringende Geschosspartikel kaum erkennbar, so dass eine gro\u00dfz\u00fcgige Entfernung des Fleisches um den Einschusskanal nicht ausreicht, um hohe Kontaminationen zu vermeiden. Ein Verzicht auf bleihaltige Munition w\u00e4re daher aus Sicht des gesundheitlichen Verbraucherschutzes sinnvoll.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><strong><span style=\"color: #008000;\">Kommentar: Iss die H\u00e4lfte, aber doppelt so gut<\/span><\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1051 alignnone\" title=\"testeinkauf_sphaere\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/testeinkauf_sphaere.jpg\" alt=\"Regionalmarkt (Artiekel: Nur vom Bauer)\" width=\"320\" height=\"182\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/testeinkauf_sphaere.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/testeinkauf_sphaere-140x79.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Geschmack l\u00e4sst sich mit keiner Waage erfassen, gesunde Ern\u00e4hrung aber schon: \u201eDeutsche sind die dicksten Europ\u00e4er\u201c, titelte die S\u00fcddeutsche Zeitung und erg\u00e4nzt: \u201eZwei Drittel der Erwachsenen gelten als \u00fcbergewichtig oder sogar fettleibig.\u201c Bewegungsfaulheit und falsche Ern\u00e4hrung seien die Gr\u00fcnde. Deshalb f\u00fchrt SPH\u00c4RE folgenden Slogan ins Feld: \u201eIss die H\u00e4lfte, daf\u00fcr doppelt so gut.\u201c Das Argument, \u201egute Nahrung kann ich mir nicht leisten\u201c, klingt sehr fadenscheinig, angesichts solcher statistischer Daten. W\u00fcrden eben jene der zwei Drittel Deutschen auch die Folgekosten durch Krankheiten selbst berappen, statt sie \u00fcber die Krankenkassen auf die Allgemeinheit abzuw\u00e4lzen, dann w\u00fcrde wohl messbar klar: Billig essen ist eine Milchm\u00e4dchenrechnung. Unsere V\u00e4ter wogen weniger und bezahlten mehr \u2013 rund 30 Prozent ihres Einkommens kamen frisch auf den Mittagstisch, heute investieren Menschen gerade mal 10 Prozent. Damit Sie sich, liebe Leser, ein Bild vom Preisgef\u00fcge hier auf der Alb machen k\u00f6nnen, schob Sph\u00e4re den Einkaufswagen. Vergleichen Sie selbst, was freundliche Bedienung, Qualit\u00e4t und ganz wichtig: eine Portion Geschmack kostet. Wir waren in Laichingen unterwegs auf dem Wochenmarkt, dem Bioladen Naturzeit Oelhafen und im Supermarkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Begriffe bio und \u00f6ko sind mittlerweile gesch\u00fctzt und erf\u00fcllen die Kriterien des Bio-Siegels. Achtung: Lebensmittel, die vor einem bestimmten Stichtag diese Namenszus\u00e4tze trugen, wie Bioghurt, sind ausgenommen. Ab 2007 gilt aber auch f\u00fcr diese Produkte: Wo bio drauf steht, muss \u00f6ko drin sein. Verpackungen geschm\u00fcckt mit gl\u00fccklichen Landwirten, H\u00fchnern und R\u00fcben sowie mit Slogans \u201eaus naturnaher Landwirtschaft&#8220; oder \u201eaus kontrolliertem Anbau&#8220; sagen dagegen h\u00f6chs\u00adtens aus, dass f\u00e4hige Werbegestalter am Werk waren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Regionalmarkt: Biosph\u00e4rengebiet gibt Direktvermarkter neuen AuftriebChancen oder Risiken? Hohe Energiepreise, schwankende Lebensmittelpreise, verpfuschte Nahrung \u2013 Erzeuger und Verbraucher suchen neue Wege. Schon heute gilt die Biosph\u00e4re als Genie\u00dferland, Direktvermarkter geben dieser Entwicklung noch mehr Schwung.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6801,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[70],"tags":[],"class_list":["post-6799","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-app-edition-kritisch-begemerkt-alb-politik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6799","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6799"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6799\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6830,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6799\/revisions\/6830"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6801"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6799"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6799"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6799"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}