{"id":7485,"date":"2016-11-15T07:54:21","date_gmt":"2016-11-15T06:54:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=7485"},"modified":"2016-11-15T08:11:02","modified_gmt":"2016-11-15T07:11:02","slug":"luchs-im-landle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=7485","title":{"rendered":"Luchs \u201eTello\u201c verschwunden"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Mit Senderhalsband ausgestatter Luchswird seit 20. September vermisst.<\/em><\/p>\n<p>Das im Oberen Donautal mit einem Halsbandsender ausgestattete Luchsm\u00e4nnchen Tello ist am 20. September &#8211; knapp sechs Monate nach der Besenderung &#8211; von einem Auto erfasst worden. Der Halsbandsender wurde dabei abgerissen.\u00a0<!--more--> \u00dcber den Zustand des Luchses ist bisher nichts bekannt. Zuvor sendete das Halsband regelm\u00e4\u00dfig Informationen \u00fcber den Aufenthaltsort des Luchses.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2016 wurde ein m\u00e4nnlicher Luchs mit der wissenschaftlichen Bezeichnung \u201eB433\u201c im Oberen Donautal gefangen und mit einem Halsbandsender ausgestattet. Der Luchs war aus der Schweizerischen Alpenpopulation zugewandert und erhielt vom Landesjagdverband den Namen Tello. Bis zum 19. September hatte das Halsband von Tello regelm\u00e4\u00dfig Daten per SMS \u00fcber dessen Aufenthaltsort verschickt. Die Daten wurden von dem Luchs-Forschungsteam der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) ausgewertet. Die H\u00e4ufigkeit der Daten\u00fcbertragung war abh\u00e4ngig von der Netzabdeckung und erfolgte zeitweise t\u00e4glich und zweitweise erst nach zehn Tagen. Als Anfang Oktober nach \u00fcber zwei Wochen keine neuen Daten eingegangen waren, begab sich das Forschungsteam der FVA mit Unterst\u00fctzung des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Ornithologie in Radolfzell auf die Suche nach dem Halsband. Mit Hilfe eines Peilsignals, welches von dem Halsband permanent ausgesendet wird, konnte es am 10. Oktober im Landkreis Reutlingen unmittelbar neben einer stark befahrenen Stra\u00dfe gefunden werden \u2013 ohne Luchs. Die Auswertung der im Halsband gespeicherten Daten ergab: Die letzten Bewegungen des Halsbandes wurden am 20. September fr\u00fch morgens aufgezeichnet. Seitdem lag es am Stra\u00dfenrand und konnte aufgrund der fehlenden Netzabdeckung keine Daten mehr verschicken. Die Recherche ergab, dass an diesem Ort zur entsprechenden Zeit ein Wildunfall gemeldet wurde, bei dem der Beifahrer das Tier als Luchs identifiziert hatte. Tello wurde demnach am 20. September fr\u00fchmorgens von einem Auto erfasst. Durch den Aufprall wurde das Halsband aufgerissen. Laut Auskunft des Fahrers war der Luchs nach der Kollision davon gerannt. \u00dcber den Zustand des Luchses ist bisher nichts weiter bekannt. An den Folgetagen sind in der Region noch Aufnahmen eines Luchses entstanden, jedoch ist unklar, ob es sich dabei um Tello oder um ein anderes Tier handelt. Um diese Frage zu kl\u00e4ren, hofft\u00a0 das Forschungsteam auf weitere Bilder des umherstreifenden Luchses. Es wird dabei tatkr\u00e4ftig von J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern der Region unterst\u00fctzt. Gute Bilder erm\u00f6glichen einen Abgleich der Fellzeichnung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/h3>\n<p>Die Unfallstelle liegt auf einem Wildtierkorridor, der im \u201eGeneralwildwegeplan Baden-W\u00fcrttemberg\u201c ausgewiesen ist. Diese Korridore werden aufgrund der Lebensraumausstattung von Wildtieren h\u00e4ufig bei gro\u00dfr\u00e4umigen Wanderungen genutzt. Der Stra\u00dfenverkehr ist bei vielen Wildtierarten eine h\u00e4ufige Todesursache \u2013 so auch bei Luchsen. In dem Luchsvorkommen in der Schweiz sind etwa ein Viertel der Verluste auf den Stra\u00dfenverkehr zur\u00fcckzuf\u00fchren. Obwohl in Baden-W\u00fcrttemberg gro\u00dfe Regionen mit geeignetem Lebensraum existieren, haben bisher nur recht wenige und lediglich m\u00e4nnliche Tiere die Barrieren zwischen der Schweiz und Deutschland \u00fcberwunden. Somit bedeutet jeder Verkehrsunfall einen gro\u00dfen Verlust f\u00fcr die Luchse im Land.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu Tello sind 2016 in Baden-W\u00fcrttemberg vier Luchse nachgewiesen worden. Bei zwei Tieren handelt es sich um m\u00e4nnliche Luchse aus dem Schweizer Jura, bei zwei sind Geschlecht und Herkunft bislang unbekannt.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Meldung vom 11. April\u00a02016<\/em><\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Zweiter Luchs im L\u00e4ndle<\/span><\/h3>\n<p><em>Zweiter Luchs im Land mit Senderhalsband ausgestattet<\/em><\/p>\n<p>Luchse geh\u00f6ren zu den seltensten Tieren in Baden-W\u00fcrttemberg, die nur ab und an aus der benachbarten Schweiz nach Baden-W\u00fcrttemberg kommen. \u201eSeit einem Jahr<br \/>\nstreift der m\u00e4nnliche Luchs Friedl mit einem Senderhalsband durch Baden-W\u00fcrttemberg und liefert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern spannende Erkenntnisse \u00fcber seine Wanderschaft und somit wertvolle Einblicke in das Leben der seltenen Pinselohren. Ziel ist es, so wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse \u00fcber den Luchs zu gewinnen und diese unmittelbar an unsere Partnerinnen und Partner aus Jagd und Nutztierhaltung weiterzugeben\u201c, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am Montag (11. April) in Stuttgart.<\/p>\n<p>Der Minister wies darauf hin, dass die Batterie des Halsbandes f\u00fcr ein gutes Jahr reiche und bei Friedl nun kurz vor dem Erl\u00f6schen sei. Da eine geplante erneute Besenderung von Luchs Friedl durch einen Tausch der Batterie nicht erfolgreich war, hatte sich das Halsband am vergangenen Freitag durch einen automatischen Mechanismus vom Tier gel\u00f6st, so der Minister.<\/p>\n<p>\u201eDem Team der FVA gelang es jedoch in enger Kooperation mit den J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern vor Ort einen anderen Luchs in Oberschwaben zu fangen und mit einem Halsband auszustatten\u201c, sagte Bonde. Dieser Luchs war einen Monat zuvor bereits von zwei J\u00e4gern beobachtet und fotografiert worden. Auch bei diesem Tier handelt es sich um ein M\u00e4nnchen, dessen Herkunft von dem f\u00fcr das Monitoring in der Schweiz zust\u00e4ndigen Institut KORA f\u00fcr Raubtier\u00f6kologie und Wildtiermanagement \u00fcber die individuelle Fleckenzeichnung des Fells abgekl\u00e4rt werden konnte: Der Luchs mit dem formalen Namen \u201eB433\u201c wurde als Jungtier erstmals im Jahr 2014 in den Schweizer Ostalpen nachgewiesen und im Juli 2015 bei seiner Abwanderung im Kanton Thurgau fotografisch erfasst. M\u00e4nnliche Luchse unternehmen gerade in der Paarungszeit zwischen Februar und April weite Wanderungen auf der Suche nach weiblichen Tieren, die aber bisher in Baden-W\u00fcrttemberg nicht nachgewiesen werden konnten.<\/p>\n<p>Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass die beiden m\u00e4nnlichen Tiere zwar Kontakt zueinander hatten, dass sie sich jedoch nicht langfristig im gleichen Gebiet aufhalten werden. Die ersten Daten des Halsbandes scheinen dies zu best\u00e4tigen: So ist der Luchs B433 nach seiner Besenderung in Oberschwaben bereits \u00fcber 20 Kilometer weiter in Richtung Norden auf die Schw\u00e4bische Alb gezogen, w\u00e4hrend Friedl im Donautal unterwegs ist. \u00dcber die Bewegungen der Luchse werden die Partnerinnen und Partner aus Jagd und Nutztierhaltung vor Ort durch die FVA informiert werden.<\/p>\n<p>\u201eLuchs Friedl bot die bisher einmalige Gelegenheit wissenschaftliche Fragen \u2013 beispielsweise zu Lebensr\u00e4umen und Wanderrouten \u2013 zu beantworten. Auch der neu besenderte Luchs wird den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hoffentlich wertvolle Daten liefern k\u00f6nnen\u201c, sagte der Minister. Im Idealfall erfahre die FVA t\u00e4glich die Position des Luchses. \u201eEinmal am Tag versucht sich das Halsband in das Handynetz einzuw\u00e4hlen, um die erhobenen Daten per SMS zu verschicken. Diese Informationen sind wichtig. Denn gemeinsam mit den zust\u00e4ndigen J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern suchen die Besch\u00e4ftigten der FVA beispielsweise einige Tage sp\u00e4ter dort nach Resten von Beutetieren, wo sich der Luchs l\u00e4ngere Zeit aufgehalten hat\u201c, sagte Bonde. \u201eDabei wird gro\u00dfer Wert darauf gelegt, dass das Tier nicht gest\u00f6rt wird\u201c, erl\u00e4uterte der Minister.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Sph\u00e4re-Wissen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der Luchs Friedl war im April 2015 im Mittleren Schwarzwald an einem seiner Beutetiere von einem Team der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-W\u00fcrttemberg (FVA) besendert worden. Anhand eines Fellabgleiches und genetischer Analysen konnte nachgewiesen werden, dass der junge Luchs aus dem Schweizer Jura zugewandert war. Friedl blieb bis Mitte August im Schwarzwald, bevor er sich wieder auf Wanderschaft quer durch das Land begab, vor den Toren Ulms stand und dann entlang des Albtraufs ins Donautal zog.<\/p>\n<p>Das landesweite Luchsmonitoring wird in enger Absprache mit der Arbeitsgruppe Luchs und Wolf durchgef\u00fchrt, in der Verb\u00e4nde aus Jagd, Landwirtschaft und Naturschutz vertreten sind. Alle Verb\u00e4nde bitten darum, Luchshinweise m\u00f6glichst rasch an die FVA unter der Nummer 0761\/4018-274 zu melden. Die Arbeitsgruppe Luchs besteht bereits seit 2004 (seit 2014 AG Luchs und Wolf) und behandelt alle Fragen rund um den Luchs in Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>Luchse geh\u00f6ren zu den seltensten Tieren in Baden-W\u00fcrttemberg und sind streng gesch\u00fctzt. Bisher wurden nur sehr wenige m\u00e4nnliche Tiere nachgewiesen, die aus dem Schweizer Jura und nun auch aus den Schweizer Alpen zugewandert waren und in aller Regel schnell wieder verschwanden. Die heimlichen Katzen erreichen die Gr\u00f6\u00dfe eines Sch\u00e4ferhundes, stellen f\u00fcr Menschen aber keinerlei Gefahr dar. Kommt es zu einer Begegnung, so zieht sich der Luchs zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Wenn sich einzelne Luchse niederlassen, so nutzen sie immer noch \u00e4u\u00dferst gro\u00dfe Fl\u00e4chen von bis zu 300 Quadratkilometern. Dort erbeuten sie \u00fcberwiegend Rehe. Nutztiere fallen Luchsen \u00e4u\u00dferst selten zum Opfer. Kommt es zu einem solchen Fall, so wird die\/der Tierhalterin\/Tierhalter aus einem Fonds entsch\u00e4digt, der von Verb\u00e4nden aus der AG Luchs und Wolf gespeist wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><em><span class=\"Apple-style-span\">&#8212;&#8212; Meldung vom 5. Januar 2016\u00a0&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Luchs Friedl ist Marathonwanderer<\/span><\/h3>\n<p>Luchs Friedl erlaubt auf seiner Wanderschaft seit gut 260 Tagen spannende Einblicke in das Leben der seltenen Pinselohren. Am 9. April war das aus dem Schweizer Jura zugewanderte Luchsm\u00e4nnchen<br \/>\nim Elztal von einem Team der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-W\u00fcrttemberg (FVA) bet\u00e4ubt und mit einem Halsbandsender ausgestattet worden. Seitdem schickt er regelm\u00e4\u00dfig Daten \u00fcber seinen Aufenthaltsort an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, zeigt M\u00f6glichkeiten und Grenzen f\u00fcr Luchse in Baden-W\u00fcrttemberg auf und bereichert die Diskussion um den Umgang mit Gro\u00dfen Beutegreifern im Land. Zuletzt hatte sich Friedl im Bereich des Oberen Donautals aufgehalten.<\/p>\n<p><strong>Realistisches Bild des Luchses gewinnen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der an der FVA zust\u00e4ndige Wissenschaftler Micha Herdtfelder erl\u00e4utert die Grundidee des Projektes: \u201eGro\u00dfe Beutegreifer wie der Luchs werden von vielen Menschen als Symbol f\u00fcr Wildnis angesehen. Und an dem Begriff Wildnis scheiden sich die Geister. Wir wollen einer Romantisierung einerseits und einer D\u00e4monisierung andererseits entgegenwirken. Deshalb f\u00f6rdern wir insbesondere das Gespr\u00e4ch zwischen den Personen, die den Luchs bef\u00fcrworten, und denen, die dem Luchs kritisch gegen\u00fcber stehen\u201c, so der Wissenschaftler. Hierf\u00fcr wurde unmittelbar nach der Besenderung des Luchses das \u201eRegionale Forum zum Umgang mit Gro\u00dfraubtieren im Mittleren Schwarzwald\u201c eingerichtet. In mehreren Treffen diskutierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Jagd, Nutztierhaltung, Naturschutz und Verwaltung \u00fcber die Herausforderungen, die mit der R\u00fcckkehr des Luchses in der Region zu erwarten waren. Unter Moderation durch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FVA wurden insbesondere die Sorgen der Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter besprochen und L\u00f6sungsans\u00e4tze aufgezeigt. Die Daten des besenderten Luchses waren hier ein wichtiger Schl\u00fcssel, um von der Theorie in die Praxis zu kommen.<\/p>\n<p><strong>Positionsbestimmung \u2013 bei gutem Empfang t\u00e4glich<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11395\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/friedl_Luchs_karte.jpg\" alt=\"friedl_Luchs_karte\" width=\"320\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/friedl_Luchs_karte.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/friedl_Luchs_karte-160x89.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/friedl_Luchs_karte-150x83.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Welche Lebensr\u00e4ume nutzt der Luchs? Wovon ern\u00e4hrt er sich? Welche Auswirkungen gibt es f\u00fcr die Jagd und die in der Region so bedeutenden Weidehaltung von Schafen, Ziegen und Rindern? Das waren die dringlichsten Fragen, die die Teilnehmenden des Forums interessierten. \u201eDer besenderte Luchs bietet eine bisher einmalige Gelegenheit, diese und weitere Fragen ganz konkret beantworten zu k\u00f6nnen\u201c, so Herdtfelder. Einmal am Tag versucht sich das Halsband in das Handynetz einzuw\u00e4hlen, um die erhobenen Daten per SMS zu verschicken. Gemeinsam mit den zust\u00e4ndigen J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern suchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FVA beispielsweise dort nach Resten von Beutetieren, wo sich der Luchs l\u00e4ngere Zeit aufgehalten hat.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Friedl mag vor allem Rehe<\/strong><\/p>\n<p>Bei Luchs Friedl steht das Reh an oberster Stelle auf dem Speisezettel. Unter zehn erbeuteten Tieren sind bisher im Schnitt acht Rehe und eine Gemse sowie ein kleineres Beutetier. Dass Luchse auch Schafe und Ziegen erbeuten, ist die gro\u00dfe Ausnahme. Die einzigen \u00dcbergriffe auf Schafe in Baden-W\u00fcrttemberg gab es bisher nur kurz vor der Besenderung, wo Friedl sich mehrfach an L\u00e4mmern vergriffen hatte. \u201eAn einem erbeuteten Lamm konnten wir den Luchs dann fangen und besendern\u201c, erkl\u00e4rt Herdtfelder und erg\u00e4nzt: \u201eRinder und Pferde werden vom Luchs lediglich be\u00e4ugt, aber nie angegriffen\u201c.<\/p>\n<p><strong>Wanderschaft Friedls mit Hindernissen<\/strong><\/p>\n<p>Von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr die Wissenschaft ist auch die Raumnutzung des Tieres. Als sich Friedl Ende August vermutlich auf der Suche nach einer Partnerin f\u00fcr mehrere Wochen auf Wanderschaft durchs halbe Land begab, zeigte er die M\u00f6glichkeiten und auch die Grenzen unserer Kulturlandschaft auf. So nutzte Friedl beispielsweise ein St\u00fcck des Neckartals als nat\u00fcrliche Leitlinie und querte zahlreiche Stra\u00dfen, bis er vor den Toren Ulms stand. Auf seinem weiteren Weg zur\u00fcck nach Westen zog er mehrere Tage entlang der Autobahn A8 in Richtung Stuttgart, bis er sich nahe Weilheim an der Teck nach S\u00fcden wandte, und entlang des Albtraufs bis in das Obere Donautal zog. \u201eAutobahnen wie die A8 zwischen Ulm und Stuttgart stellen f\u00fcr viele Tiere bisher eine schier un\u00fcberwindbare Barriere dar. An f\u00fcr die Wildtiere wichtigen Stellen wollen wir deshalb Gr\u00fcnbr\u00fccken vorsehen, um Lebensr\u00e4ume wieder miteinander zu vernetzen\u201c, so Bonde.<\/p>\n<p><strong>L\u00f6sungen mit allen Verb\u00e4nden suchen<\/strong><\/p>\n<p>Seit der Besenderung des Luchses werden die Personen aus Jagd und Nutztierhaltung sowie die Wildtierbeauftragten in der Region regelm\u00e4\u00dfig mit Rundschreiben \u00fcber die gewonnenen Erkenntnisse informiert. \u201eWir freuen uns, dass die Verb\u00e4nde gut mit unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter Friedl zusammenarbeiten. Damit der Umgang mit den gro\u00dfen Beutegreifern gelingt, wollen wir gemeinsam L\u00f6sungen f\u00fcr die anstehenden Herausforderungen entwickeln\u201c, so der Minister. So \u00fcbernahm der Landesjagdverband Baden-W\u00fcrttemberg nach die Patenschaft f\u00fcr Luchs Friedl und organisierte nach der Zuwanderung des Luchses in das Obere Donautal eine Informationsveranstaltung f\u00fcr die J\u00e4gerschaft. Obwohl Luchse sich nur sehr selten f\u00fcr Nutztiere interessieren, haben die Experten auch m\u00f6gliche Fragen des Herdenschutzes im Blick.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/h3>\n<p>Friedl hat seit seiner Besenderung am 9. April nachweislich 1.600 Kilometer zur\u00fcckgelegt. Die tats\u00e4chlich zur\u00fcckgelegte Strecke d\u00fcrfte um einiges h\u00f6her liegen, da die Peilungen nicht kontinuierlich erfolgen. Das recht langgezogene Streifgebiet, welches Friedl im Mittleren Schwarzwald regelm\u00e4\u00dfig nutzte, hatte eine Ausdehnung von etwa 30 mal 10 Kilometer. Im Oberen Donautal betr\u00e4gt der Durchmesser des eher ovalen Streifgebietes ungef\u00e4hr 20 Kilometer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><em>&#8212;&#8212; Meldung vom 9. September 2015 &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/em><\/span><\/p>\n<p><em>Zweiter Luchs besucht Zollernalbkreis<\/em><\/p>\n<p>\u201eErneut hat ein Luchs dem Zollernalbkreis einen Besuch abgestattet. Das legen die Aufnahmen einer Wildkamera in der Region nahe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7486\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs_Foto_FVA-Freiburg_AG_Luchs.jpg\" alt=\"Luchs_Foto_FVA Freiburg_AG_Luchs\" width=\"320\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs_Foto_FVA-Freiburg_AG_Luchs.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs_Foto_FVA-Freiburg_AG_Luchs-160x98.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs_Foto_FVA-Freiburg_AG_Luchs-140x86.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Der f\u00fcr das landesweite Luchs-Monitoring zust\u00e4ndigen Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg seien vergangene Woche Fotos eines vermeintlichen Luchses nahe Balingen \u00fcbermittelt worden. Die Fotos mit Seltenheitswert stammten von der Wildkamera eines J\u00e4gers und zeigten schemenhaft ein Tier, das am Abend des 28. Novembers durch das Bild gelaufen sei, so der Minister. \u201eAuch wenn die Fotos die strengen Kriterien f\u00fcr einen sicheren Luchsnachweis nicht erf\u00fcllen, so sind sich die Freiburger Expertinnen und Experten sehr sicher, dass es sich um einen Luchs handelt. Diese Einsch\u00e4tzung wird dadurch gest\u00fctzt, dass ein Tag zuvor eine Luchsbeobachtung wenige Kilometer \u00f6stlich gemeldet worden war.\u201c Ob das Tier aus dem Schweizer Jura, den Vogesen oder dem Bayrischen Wald zugewandert war oder ob es sich um ein entlaufenes Gehegetier handelt, sei indes nicht bekannt. Die Forscherinnen und Forscher aus Freiburg vermuteten, dass der Luchs zwischenzeitlich schon weitergezogen ist und hofften auf weitere Meldungen insbesondere aus der J\u00e4gerschaft. Sollte sich die Gelegenheit ergeben, so solle das Tier mit einem Halsbandsender ausgestattet werden, um wichtige Informationen \u00fcber dessen Wanderbewegungen zu erhalten<\/p>\n<p>Bereits im September war der Zollernalbkreis von einem Luchs durchwandert worden. Damals handelte es sich um das Luchsm\u00e4nnchen Friedl, das Expertinnen und Experten ein halbes Jahr zuvor im Mittleren Schwarzwald mit einem Halsbandsender ausgestattet hatten. Friedl war urspr\u00fcnglich aus dem Schweizer Jura zugwandert und begab sich vermutlich auf der Suche nach einer Partnerin im Sp\u00e4tsommer auf weite Wanderschaft durch das Land. Im September war er entlang des Albtraufs von Norden nach S\u00fcden durch den Zollernalbkreis gewandert. Aktuell h\u00e4lt er sich ausweislich der gesendeten Signale aber nicht dort auf, weswegen es sich bei dem fotografierten Tier um einen anderen Luchs handeln muss. Die M\u00f6glichkeit, dass nun ein Weibchen zugewandert ist, sch\u00e4tzen die Expertinnen und Experten der FVA jedoch als \u00e4u\u00dferst gering ein, da m\u00e4nnliche Tiere sich auf gr\u00f6\u00dfere Wanderungen begeben als Weibchen.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/h3>\n<p>Das landesweite Luchsmonitoring wird in enger Absprache mit der Arbeitsgruppe Luchs und Wolf durchgef\u00fchrt, in der Verb\u00e4nde aus Jagd, Landwirtschaft und Naturschutz vertreten sind. Alle Verb\u00e4nde bitten darum, Luchshinweise m\u00f6glichst rasch an die FVA zu melden (Tel.: 0761 \/ 4018-274).<\/p>\n<p>Luchse geh\u00f6ren zu den seltensten Tieren in Baden-W\u00fcrttemberg und sind streng gesch\u00fctzt. Bisher wurden nur sehr wenige m\u00e4nnliche Tiere nachgewiesen, die aus dem Schweizer Jura zugewandert waren und in aller Regel schnell wieder verschwanden. Die heimlichen Katzen erreichen die Gr\u00f6\u00dfe eines Sch\u00e4ferhundes, stellen f\u00fcr Menschen aber keinerlei Gefahr dar. Wenn sich einzelne Luchse niederlassen, so nutzen sie immer noch \u00e4u\u00dferst gro\u00dfe Fl\u00e4chen von bis zu 300 Quadratkilometern. Dort erbeuten sie \u00fcberwiegend Rehe. Nutztiere fallen Luchsen \u00e4u\u00dferst selten zum Opfer. Kommt es zu einem solchen Fall, so wird der Tierhalter aus einem Fonds entsch\u00e4digt, der von Verb\u00e4nden aus der AG Luchs und Wolf gespeist wird.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu Luchsen finden Sie im Internet unter:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ag-luchs.de\" target=\"_blank\">www.ag-luchs.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.wildtiermonitoring.de\" target=\"_blank\">www.wildtiermonitoring.de<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8212;&#8212; Meldung vom 9. September 2015 &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/span><\/p>\n<p><em>Besenderter Luchs Friedl wandert\u00a0200 Kilometer wandert \u00fcber die Alb<\/em><\/p>\n<p>Vor f\u00fcnf Monaten war ein zugewanderter Luchs im Mittleren Schwarzwald aufgetaucht. Expertinnen und Experten des Landes hatten das Luchsm\u00e4nnchen mit einem Halsbandsender ausstatten k\u00f6nnen.Das Tier mit dem wissenschaftlichen Namen B415 hat den Namen Friedl bekommen. Nach l\u00e4ngerem Aufenthalt im Schwarzwald hat sich Friedl in den letzten drei Wochen \u00fcber weite Strecken bewegt, wie die SMS-Nachrichten zeigen, die regelm\u00e4\u00dfig seinen Aufenthaltsort \u00fcbermitteln.<\/p>\n<p>\u201eDie bisherigen Daten zeigen, dass der Luchs sich vom Mittleren Schwarzwald bis nach Ulm und von dort aus weiter Richtung Stuttgart bewegt hat. Das zeigt uns, wo sich Wildtiere in unserer Landschaft gut bewegen k\u00f6nnen und wo sie auf Barrieren treffen. Autobahnen sind beispielsweise f\u00fcr viele Tiere ein un\u00fcberwindbares Hindernis. Die Daten aus dem Luchsmonitoring leisten einen wertvollen Beitrag, um die Durchl\u00e4ssigkeit der Landschaft f\u00fcr Wildtiere besser zu verstehen \u2013 und verbessern zu k\u00f6nnen, beispielsweise durch Gr\u00fcnbr\u00fccken \u00fcber gro\u00dfe Stra\u00dfen. Gr\u00fcnbr\u00fccken sch\u00fctzen auch Autofahrer vor gef\u00e4hrlichen Zusammenst\u00f6\u00dfen mit Wildtieren. Wir k\u00f6nnen hier wertvolle Erkenntnisse sammeln, die so in keinem Lehrbuch stehen. Das ist nur m\u00f6glich, weil sich streng gesch\u00fctzte Wildtierarten wieder bei uns heimisch f\u00fchlen\u201c, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am Mittwoch (9. September) in Stuttgart.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11157\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs__FRIEDL_WANDERWEG.jpg\" alt=\"Luchs__FRIEDL_WANDERWEG\" width=\"320\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs__FRIEDL_WANDERWEG.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs__FRIEDL_WANDERWEG-160x85.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs__FRIEDL_WANDERWEG-150x79.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Ein Ziel der Besenderung ist es, die Gewohnheiten dieser scheuen Tiere zu erforschen. \u201eWir wollen feststellen, ob Luchse l\u00e4nger bei uns bleiben oder weiterziehen, und welche Wege sie dabei nutzen\u201c, erkl\u00e4rte der Wildtierexperte Micha Herdtfelder von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg. Nach der Besenderung durchstreifte der Luchs zun\u00e4chst den Mittleren Schwarzwald und nutzte dabei regelm\u00e4\u00dfig eine Fl\u00e4che von \u00fcber 200 Quadratkilometern. Danach begab er sich auf weite Wanderschaft nach Osten. Nachdem der Luchs die A81 vermutlich unter der Neckartalbr\u00fccke querte und auf die Schw\u00e4bische Alb zog, war er am 3. September schlie\u00dflich vor den Toren Ulms angelangt. \u201eIn Ulm stand Friedl vor der ersten wirklich gro\u00dfen geschlossenen Siedlung auf seiner Wanderung, kehrte um und zog anschlie\u00dfend in nordwestlicher Richtung entlang der Autobahn A8 bis Weilheim unter Teck \u2013 dem bisher letzten Peilpunkt\u201c, sagte Herdtfelder. Es sei nicht erstaunlich, dass das Tier nach vier Monaten im Schwarzwald weitergewandert sei. \u201eLuchse sind zwar Einzelg\u00e4nger, sie suchen aber doch die N\u00e4he von Artgenossen des anderen Geschlechts\u201c, erkl\u00e4rt Herdtfelder. Da die weiblichen Tiere aus dem Schweizer Jura jedoch in ihrem Ausbreitungsverhalten deutlich zur\u00fcckhaltender als die M\u00e4nnchen sind, wurde schon mehrfach beobachtet, dass m\u00e4nnliche Tiere nach einer gewissen Zeit weiterziehen. Da die heimlichen Tiere dabei kaum gesehen werden, konnte dabei allerdings nur sehr selten der Weg der Tiere nachvollzogen werden. \u201eWir verfolgen die Bewegungen des Luchses sehr gespannt und hoffen, dass er weiterhin so geschickt die Stra\u00dfen quert wie bisher und noch lange seine Daten an uns senden wird\u201c, so Herdtfelder. Bis April 2016 soll der Sender noch Daten schicken, bevor sich das Halsband automatisch l\u00f6st und Friedl wieder unbeobachtet seiner Wege ziehen wird.<\/p>\n<p>Zuvor waren im letzten Winter drei Luchse im Schwarzwald nachgewiesen worden, von denen zwei sicher aus dem Schweizer Jura zugewandert waren. Dabei handelte es sich stets um Einzeltiere, es gibt derzeit keine stabile Luchspopulation im Schwarzwald.<\/p>\n<p>Historisch interessant ist, dass Friedl bei seinen Wanderungen auch nah an dem Ort vorbei gekommen ist, wo \u2013 unweit der Burgruine Reu\u00dfenstein \u2013 im Jahr 1846 der letzte in W\u00fcrttemberg aufgetauchte Vorfahr erlegt wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/h3>\n<p>Die aufgezeichneten Wanderungen von Friedl k\u00f6nnen der beigef\u00fcgten Karte entnommen werden. Durchg\u00e4ngig eingef\u00e4rbt sind Aufenthaltsgebiete und Wanderwege des Luchses. Die Punkte s\u00fcdlich des Oberrheins sind im letzten Sommer nachweislich von B415 aufgesucht worden. Der Weg von der Schweiz bis in den Mittleren Schwarzwald ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>Luchse erreichen die Gr\u00f6\u00dfe eines Sch\u00e4ferhundes, haben einen kurzen Schwanz und charakteristische Ohrpinsel. In ihrem Streifgebiet von bis zu 300 Quadratkilometer erbeuten sie haupts\u00e4chlich Rehe und G\u00e4msen, gelegentlich auch F\u00fcchse und andere S\u00e4ugetiere. \u00dcbergriffe auf Nutztiere werden durch private Verb\u00e4nde entsch\u00e4digt. Dem Menschen gegen\u00fcber zeigt sich der Luchs \u00e4u\u00dferst selten. Kommt es zu einer Begegnung, so zieht sich der Luchs schnell zur\u00fcck. Hinweise auf Luchse nimmt die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg jederzeit unter der Nummer 0761\/4018-274 entgegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #ff6600;\">&#8212;&#8212; Meldung vom 21. M\u00e4rz 2013 &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Erste Luchs-Sichtung in Baden-W\u00fcrttemberg seit 2007<\/em><\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li><strong>Naturschutzminister Alexander Bonde: \u201eDer Nachweis des streng gesch\u00fctzten Luchses im S\u00fcdschwarzwald ist eine erfreuliche Nachricht zum Tag des Waldes\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eEin Autofahrer hat Mitte M\u00e4rz im \u00f6stlichen S\u00fcdschwarzwald einen Luchs gesehen und fotografiert. Unsere Fachleute haben die Bilder gepr\u00fcft und eindeutig einen in Freiheit lebenden Luchs best\u00e4tigt. Wir haben damitseit sechs Jahren den ersten sicheren Nachweis f\u00fcr diese streng gesch\u00fctzte und scheue Katzenart in Baden-W\u00fcrttemberg. Diese erfreuliche Nachricht zeigt, dass der Wald auch f\u00fcr seltene Wildtiere wieder zur Heimat wird. Dazu tr\u00e4gt nicht nur die zunehmend an der Natur orientierte Waldbewirtschaftung bei, die geeignete Lebensr\u00e4ume f\u00fcr eine breite Artenvielfalt schafft und erh\u00e4lt. Mit dem Generalwildwegeplan und mit einer angepassten Waldwirtschaft verfolgen wir unter anderem das Ziel, dem Luchs gro\u00dfr\u00e4umige Wanderbewegungen zu erm\u00f6glichen\u201c, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am Mittwoch (20. M\u00e4rz) in Stuttgart im Vorfeld zum Tag des Waldes am 21. M\u00e4rz.<\/p>\n<p>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7486\" title=\"Luchs_Foto_FVA Freiburg_AG_Luchs\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs_Foto_FVA-Freiburg_AG_Luchs.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs_Foto_FVA-Freiburg_AG_Luchs.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs_Foto_FVA-Freiburg_AG_Luchs-160x98.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Luchs_Foto_FVA-Freiburg_AG_Luchs-140x86.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/>\u00a0<span style=\"color: #888888;\"><em>Foto: FVA Freiburg\/AG Luchs<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Spurensuche geht weiter \u2013 aber vorsichtig<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Luchsmeldung wurde in das landesweite Monitoring der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-W\u00fcrttemberg (FVA) aufgenommen. \u00dcber die Herkunft des aktuell nachgewiesenen Luchses gibt es bislang keine Informationen. \u201eUnsere Expertinnen und Experten versuchen nun in aller gebotenen Vorsicht weitere Spuren des Luchses zu finden \u2013 beispielsweise Haare, die eine DNA-Analyse erm\u00f6glichen\u201c, so Bonde. Die FVA sei dazu in enger Zusammenarbeit mit den Wildtierbeauftragten und der J\u00e4gerschaft vor Ort. \u00dcber DNA-Proben k\u00f6nne ermittelt werden, ob es sich um die Zuwanderung eines Tieres aus den schweizerischen Populationen, dem Bayerischen Wald oder aus den Vogesen handelt. Da Luchse in kurzer Zeit gro\u00dfe Distanzen zur\u00fccklegen k\u00f6nnten, sei eine Zuwanderung aus allen diesen Regionen m\u00f6glich. \u201eUm diese Fragen beantworten zu k\u00f6nnen, ist es besonders wichtig, dass alle Spuren gemeldet werden. Genauso wichtig ist, dass der Luchs dabei nicht selbst zum Gejagten wird. Deswegen bitte ich Waldbesucher um Zur\u00fcckhaltung\u201c, sagte Bonde. Alle an die FVA gemeldeten Beobachtungen w\u00fcrden dort bewertet und mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Luchs abgestimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eZugewanderte Luchse sind uns jederzeit willkommen. Deswegen \u00fcbernimmt der Landesjagdverband gerne die Patenschaft f\u00fcr den Neuank\u00f6mmling\u201c, sagte Landesj\u00e4germeister Dr. Dieter Deuschle. Der Landesjagdverband bittet seine Mitglieder um die schnelle Meldung von F\u00e4hrten, Rissen oder Sichtungen an die FVA. \u201eDer Luchs ist ein Ureinwohner unseres Landes und geh\u00f6rt zum Schwarzwald wie Feldberg und Hornisgrinde. Wir freuen uns, dass zumindest einzelne Tiere wieder durch unsere W\u00e4lder streifen und auf ihren angestammten Platz in der Natur zur\u00fcckkehren\u201c, zeigte sich der Vorsitzende des Naturschutzbundes Baden-W\u00fcrttemberg, Dr. Andre Baumann, erfreut. Peter Willmann, Vorstand der Luchs-Initiative Baden-W\u00fcrttemberg, erg\u00e4nzte: \u201eBaden-W\u00fcrttemberg bietet f\u00fcr den Luchs ideale Voraussetzungen. Nun liegt es an uns, ihm seinen Platz in der Natur zuzugestehen und seine R\u00fcckkehr zu erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Sph\u00e4re-Wissen \u2013 der Luchs genie\u00dft besonderen Schutz:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Arbeitsgemeinschaft Luchs besteht bereits seit 2004 und behandelt alle Fragen rund um den Luchs in Baden-W\u00fcrttemberg. In dieser Arbeitsgruppe sind neben der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt eine Vielzahl von Organisationen und Institutionen aus den Bereichen Naturschutz, Jagd und Landwirtschaft vertreten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Weitere Hinweise auf Luchse aus der Bev\u00f6lkerung oder der J\u00e4gerschaft nimmt die FVA jederzeit unter der Nummer 0761\/4018-274 entgegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0Der Luchs (Lynx lynx) genie\u00dft als nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders streng gesch\u00fctzte Tierart und durch ganzj\u00e4hrige Schonung nach dem Jagdgesetz einen doppelten Schutz.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0Luchse erreichen die Gr\u00f6\u00dfe eines Sch\u00e4ferhundes, haben einen kurzen Schwanz und charakteristische Ohrpinsel. In ihrem Streifgebiet von bis zu 300 Quadratkilometer erbeuten sie haupts\u00e4chlich Rehe und G\u00e4msen, gelegentlich auch F\u00fcchse und andere S\u00e4ugetiere. \u00dcbergriffe auf Nutztiere werden durch private Verb\u00e4nde entsch\u00e4digt. Dem Menschen gegen\u00fcber zeigt sich der Luchs \u00e4u\u00dferst selten. Kommt es zu einer Begegnung, so zieht sich der Luchs schnell zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Weitere Informationen zum Luchs finden sich auf der Homepage der Arbeitsgruppe Luchs unter <a href=\"http:\/\/www.ag-luchs.de\" target=\"_blank\">www.ag-luchs.de<\/a>. Au\u00dferdem informieren die Stadt Baden-Baden, der Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord und der NABU auf dem Luchspfad Baden-Baden \u00fcber den Luchs: <a href=\"http:\/\/www.luchspfad-baden-baden.de\" target=\"_blank\">www.luchspfad-baden-baden.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #888888;\"><strong>Hinweis der Redaktion:\u00a0<\/strong>Der genaue Fundort wird nicht bekannt gegeben, um einen Ansturm von Besuchern zu vermeiden, die das Tier vertreiben k\u00f6nnten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>WEBcode 153461<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besenderter Luchs Friedl wandert 200 Kilometer wandert \u00fcber die Alb<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11156,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7485","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7485"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7485\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11981,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7485\/revisions\/11981"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}