{"id":7541,"date":"2013-04-09T08:02:27","date_gmt":"2013-04-09T06:02:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=7541"},"modified":"2013-04-09T08:03:52","modified_gmt":"2013-04-09T06:03:52","slug":"nationalpark-in-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=7541","title":{"rendered":"Nationalpark in Sicht"},"content":{"rendered":"<p><em>Unabh\u00e4ngiges Gutachten von PwC zur Errichtung eines Nationalparks im Schwarzwald liegt vor<\/em><\/p>\n<p>Ein Nationalpark ist ein Projekt von landes-, wenn nicht bundesweiter Bedeutung. Er st\u00e4rkt auch die Wirtschaft und den Tourismus in der ihn umgebenden Region. Das nun vorliegende unabh\u00e4ngige Gutachten best\u00e4tigt unsere Einsch\u00e4tzung: Ein Nationalpark im Schwarzwald bringt <!--more-->nicht nur einen hohen \u00f6kologischen Mehrwert, sondern auch neue Chancen und wertvolle strukturelle Impulse f\u00fcr die Region\u201c, sagte Ministerpr\u00e4sident Winfried Kretschmann anl\u00e4sslich der Vorstellung des Gutachtens zu den Auswirkungen eines m\u00f6glichen Nationalparks im Schwarzwald am Montag\u00a0(8. April 2013).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4957\" title=\"schwarzwald_schnee_3BFW8896\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/schwarzwald_schnee_3BFW8896.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/schwarzwald_schnee_3BFW8896.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/schwarzwald_schnee_3BFW8896-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/schwarzwald_schnee_3BFW8896-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Schwarzwald_Nationalparkgutachten.pdf\" target=\"_blank\"><strong>Download: Gutachten Nationalpark Schwarzwald &gt;&gt;<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Zentral in der Diskussion sei, so der Ministerpr\u00e4sident, sich die Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse bewusst zu machen: Bei der geplanten Fl\u00e4che f\u00fcr den Nationalpark handle es sich um 0,7 Prozent der gesamten Waldfl\u00e4che in Baden-W\u00fcrttemberg. Mit der Erstellung des Gutachtens waren die Beratungsfirmen PricewaterhouseCoopers AG (PwC) und \u00f6:konzept GmbH beauftragt. Die Landesregierung werde daher den eingeschlagenen Weg fortsetzen. \u201eIch werde dem Ministerrat vorschlagen, Minister Bonde mit der Erarbeitung eines konkreten Vorschlags zu beauftragen\u201c, sagte Kretschmann.<\/p>\n<p>\u201eHinter uns liegt eine zweij\u00e4hrige intensive Diskussionsund Beteiligungsphase, in der jede B\u00fcrgerin und jeder B\u00fcrger die M\u00f6glichkeit hatte, sich mit Fragen, Hoffnungen und Kritik einzubringen. Heute liegt nun endlich das umfangreiche unabh\u00e4ngige Gutachten vor, das sich all diesen Aspekten widmet, diese wissenschaftlich untersucht und damit die zentrale Entscheidungsgrundlage f\u00fcr die Landesregierung \u00fcber die Errichtung eines Nationalparks im Schwarzwald darstellt. Die Gutachter haben alle vorgebrachten Punkte abgeklopft und kommen zu einem klaren Ergebnis: Ein Nationalpark ist eine Riesenchance f\u00fcr den Nordschwarzwald und f\u00fcr ganz Baden-W\u00fcrttemberg, f\u00fcr Naturschutz, Forst und Tourismus, aber auch f\u00fcr die Regionalentwicklung\u201c, sagte der f\u00fcr Naturschutz und Tourismus zust\u00e4ndige Minister f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde. Der Dank der Landesregierung gelte allen, die mit ihren eingereichten, auch kritischen, Fragen, Hinweisen und Anregungen zum Zustandekommen des Gutachtens beigetragen h\u00e4tten. Das Gutachten wird der Minister in den kommenden Tagen gemeinsam mit den PwC-Gutachtern in der Region vorstellen. \u201eWir setzen darauf, dass sich die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger auch weiterhin engagieren und einbringen\u201c, betonte Bonde.<\/p>\n<p>\u201eDie SPD-Fraktion unterst\u00fctzt die Einrichtung eines Nationalparks Schwarzwald auch, weil es sich hierbei um ein wichtiges wirtschaftspolitisches Projekt handelt. Das Gutachten best\u00e4tigt das hohe Arbeitspl\u00e4tze-Potenzial f\u00fcr die Region. Insbesondere die ganze Tourismusbranche kann mit Zuw\u00e4chsen rechnen. Selbst pessimistisch kalkuliert, schafft ein Nationalpark unter dem Strich neue Arbeitspl\u00e4tze. Es war ein wichtiges und gutes Signal, dass das Ministerium der S\u00e4geindustrie das Angebot gemacht hat, den mit einem Nationalpark auf lange Sicht einhergehenden Holzverlust f\u00fcr die Wirtschaft \u00fcber den Landesbetrieb ForstBW zu kompensieren. So ist sichergestellt, dass keine Arbeitspl\u00e4tze verloren gehen\u201c, betonte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Claus Schmiedel. Allerdings sei die Holzund S\u00e4geindustrie auch ohne einen Nationalpark einem anhaltenden Strukturwandel ausgesetzt. Besonders erfreulich sei, dass es nun gro\u00dfe Gestaltungsm\u00f6glichkeiten in der Frage der Kulisse des Nationalparks, also seiner konkreten Gebietsabgrenzung, gebe. \u201eWir freuen uns jetzt auf R\u00fcckmeldungen aus der Region\u201c, so Schmiedel.<\/p>\n<p><em>Wesentliche Aussagen des Gutachtens<\/em><\/p>\n<p>\u201eDas Nationalpark-Gutachten zeigt eine Vielzahl von Chancen f\u00fcr die Natur, die Wirtschaft und den Tourismus auf und schl\u00e4gt gleichzeitig Strategien vor, wie potenzielle Risiken minimiert werden k\u00f6nnen\u201c, fasste Minister Bonde die rund 1.200 Seiten umfassende PwC-Studie zusammen: Der im Schwarzwald geplante Nationalpark er\u00f6ffne die M\u00f6glichkeit, der Natur auf einer hinreichend gro\u00dfen Fl\u00e4che von nur zehn mal zehn Kilometern Raum zur freien und ungest\u00f6rten Entwicklung zu geben. Die Fl\u00e4chen im Suchraum zeichneten sich laut Gutachten durch eine besondere naturschutzfachliche Qualit\u00e4t und eine hohe Dichte an bereits bestehenden Schutzgebieten nach Forstund Naturschutzrecht aus. Die Experten k\u00e4men dar\u00fcber hinaus zu dem klaren Ergebnis, dass die Vielfalt der Landschaften, der Arten und der Vegetation von einem Nationalpark profitieren w\u00fcrde. Das Gutachten bescheinige dem Nationalpark damit einen naturschutzfachlichen Mehrwert, der durch kein anderes diskutiertes Gro\u00dfschutzgebiet wie ein Biosph\u00e4rengebiet oder einen \u201eNaturpark plus\u201c erreichbar w\u00e4re. Prozessschutz auf der einen und M\u00f6glichkeiten des Naturerlebens auf der anderen Seite gingen in einem Nationalpark Hand in Hand, so Bonde weiter. Damit k\u00f6nnten die internationalen Richtlinien der IUCN (International Union for Conservation of Nature) eingehalten werden. Schlie\u00dflich b\u00f6te der Nationalpark gro\u00dfe Chancen f\u00fcr eine wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region insgesamt. Das Gutachten bescheinige dem Nationalpark positive Impulse vor allem f\u00fcr Wachstum und Wertsch\u00f6pfung in der Region sowie die St\u00e4rkung des Tourismus im Nordschwarzwald, so der Minister.<\/p>\n<p><em>Positive Impulse f\u00fcr Tourismus und Regionalwirtschaft<\/em><\/p>\n<p>Minister Bonde betonte, dass die \u00f6rtliche S\u00e4geindustrie von einem Nationalpark keine negativen wirtschaftlichen Folgen und keinen Arbeitsplatzverlust zu erwarten h\u00e4tte: \u201eDas Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz und der Landesbetrieb ForstBW sichern den S\u00e4gebetrieben zu, dass Holzmengen, die im Nationalpark nicht mehr genutzt werden k\u00f6nnen, durch Holzmengen aus anderen Gebieten des Staatswaldes zu den jeweiligen Marktkonditionen kompensiert werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Mit Blick auf die m\u00f6gliche Ausbreitung von Borkenk\u00e4fern in einem Nationalpark sagte Minister Bonde: \u201eWir haben von Anfang an vorgeschlagen, eine mindestens 500 Meter breite Pufferzone einzurichten. Aktives Borkenk\u00e4fermanagement sowie weitere vom Gutachten skizzierte Strategien werden uns helfen, einen wirksamen Schutz der angrenzenden privaten und kommunalen Wirtschaftsw\u00e4lder zu gew\u00e4hrleisten.\u201c<\/p>\n<p>Neben dem naturschutzfachlichen Mehrwert komme auch den wirtschaftlichen Entwicklungsm\u00f6glichkeiten in einer Nationalparkregion enorme Bedeutung zu, sagte Bonde weiter. Laut Gutachten seien dabei positive Impulse unter anderem f\u00fcr den Tourismus und insbesondere f\u00fcr die Schaffung neuer Arbeitspl\u00e4tze zu erwarten. \u201eDer Nordschwarzwald ist f\u00fcr das am st\u00e4rksten wachsende touristische Nachfragesegment ,Natur\u2018 geradezu pr\u00e4destiniert. Selbst in seinen pessimistischen und zur\u00fcckhaltenderen Szenarien rechnet das Gutachten deshalb mit einem deutlichen Zugewinn an Wertsch\u00f6pfung, einer Zunahme an \u00dcbernachtungsund Tagesg\u00e4sten sowie mit einem deutlichen Mehr an Arbeitspl\u00e4tzen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>Sph\u00e4re-Wissen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>An dem Gutachten zu den Auswirkungen der Errichtung eines Nationalparks im Nordschwarzwald wurde \u00fcber ein Jahr gearbeitet. Am 19. M\u00e4rz 2012 hat der Lenkungskreis Nationalpark Nordschwarzwald nach einer europaweiten Ausschreibung beschlossen, dass der renommierten Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers zusammen mit \u00f6:konzept aus Freiburg der Zuschlag f\u00fcr die Erstellung des Gutachtens erteilt werden soll. Dem Lenkungskreis geh\u00f6ren die Regierungspr\u00e4sidentinnen von Freiburg und Karlsruhe, die Landr\u00e4te der Landkreise Calw, Freudenstadt, Rastatt und des Ortenaukreises, der Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Baden-Baden sowie der Minister f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz an.<\/p>\n<p>In das Gutachten sind die Anregungen und Fragen der Bev\u00f6lkerung, von Fachleuten aus der Region sowie die Ergebnisse der sieben Regionalen Arbeitskreise eingeflossen. Die ca. 1.500 B\u00fcrgerfragen werden vom Gutachten beantwortet. Die Langfassung sowie eine Zusammenfassung des Gutachtens sind ab Montag, 8. April 2013, \u00fcber das Internet unter www.schwarzwaldnationalpark.de abrufbar. Die Gutachter werden ihre Ergebnisse in mehreren \u00f6ffentlichen Veranstaltungen in der Region pr\u00e4sentieren. An der Veranstaltung am Dienstag, 16. April 2013, in Ottenh\u00f6fen wird neben Minister Bonde auch Ministerpr\u00e4sident Kretschmann teilnehmen.<\/p>\n<p>Nationalparke k\u00f6nnen in Baden-W\u00fcrttemberg nur durch ein Landesgesetz errichtet werden. Damit liegt eine abschlie\u00dfende Entscheidung \u00fcber die Einrichtung eines Nationalparks beim Landtag von Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>B\u00fcrgerbeteiligung zum Nationalpark Schwarzwald Die gr\u00fcn-rote Koalition hat in ihrem Koalitionsvertrag verabredet, dass sie in Baden-W\u00fcrttemberg einen Nationalpark einrichten und hierzu den Dialog mit allen Akteuren vor Ort suchen wollen. Auf dieser Grundlage und auf der Basis von Vorplanungen der Vorg\u00e4ngerregierung hat das Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz deshalb im Jahr 2011 einen breit angelegten Informationsund Beteiligungsprozess zum Thema Nationalpark gestartet. Noch nie wurden bei einem vergleichbaren Gro\u00dfprojekt in Baden-W\u00fcrttemberg die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger so fr\u00fch und so intensiv in die Beratungen und Diskussionen um die Chancen und Risiken, aber auch um die konkrete Ausgestaltung eingebunden.<\/p>\n<p>Die schwarz-gelbe Vorg\u00e4ngerregierung hat im Landesnaturschutzgesetz geregelt, dass Nationalparke in Baden-W\u00fcrttemberg nur durch ein Landesgesetz eingerichtet werden k\u00f6nnen. \u00dcberdies w\u00fcrde ein Nationalpark im Nordschwarzwald ausschlie\u00dflich auf Staatswaldfl\u00e4chen also Fl\u00e4chen, die vollst\u00e4ndig im Eigentum des Landes Baden-W\u00fcrttemberg sind errichtet. Damit liegt eine abschlie\u00dfende Entscheidung \u00fcber die Einrichtung eines Nationalparks beim Landtag von Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>Chronologie der Beteiligungsformate:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>1. Konstituierung eines Lenkungskreises:<\/strong><\/p>\n<p>Im Juni 2011 konstituiert sich ein Lenkungskreis, der die NationalparkDiskussion steuern soll. Diesem Lenkungskreis geh\u00f6ren Minister Bonde, die Regierungspr\u00e4sidenten bzw. Regierungspr\u00e4sidentinnen von Freiburg und Karlsruhe sowie die Landr\u00e4te der Landkreise Calw, Freudenstadt, Rastatt und des Ortenaukreises sowie der Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Baden-Baden an. Unmittelbar danach startet die Landesregierung eine Serie von Informationsund Diskussionsveranstaltungen mit Zielgruppen und Verb\u00e4nden.<\/p>\n<p><strong>2. Sammeln von Fragen und Anregungen:<\/strong><\/p>\n<p>Das Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz verschickt im September 2011 einen Info-Flyer an alle 120.000 Haushalte, die im Suchraum eines m\u00f6glichen Nationalparks liegen bzw. an diesen angrenzen, um \u00fcber das Projekt zu informieren und den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern Gelegenheit zu Fragen und Anregungen zu geben. Aus \u00fcber 2000 R\u00fcckmeldungen entsteht ein Lastenheft, das auch Grundlage f\u00fcr das sp\u00e4ter in Auftrag gegebene unabh\u00e4ngige Gutachten sein wird.<\/p>\n<p><strong>3. Gro\u00dfes B\u00fcrgerforum in Bad Wildbad:<\/strong><\/p>\n<p>Die zahlreichen Informationsund Diskussionsveranstaltungen in der Region Nordschwarzwald im Sommer 2011 kulminieren im September in einer ganzt\u00e4gigen \u00f6ffentlichen Tagung der Akademie f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum mit 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Bad Wildbad. In dieser vom Beteiligungsexperten Professor Ortwin Renn und seinem Team moderierten \u00f6ffentlichen Informationsund Diskussionsveranstaltung diskutieren Experten mit B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern die umstrittenen Themen rund um das Projekt und sammeln weitere Fragen und Anregungen, die sp\u00e4ter ebenfalls Grundlage des unabh\u00e4ngigen Gutachtens werden.<\/p>\n<p><strong>4. \u00d6ffentliche Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen in der Region:<\/strong><\/p>\n<p>Neben zahlreichen eigenen Veranstaltungen des Ministeriums zum Thema Nationalpark halten die Experten der Naturschutzund Forstverwaltung sowie des Ministeriums f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) auf Anfrage von Landkreisen, Kommunen\/B\u00fcrgermeistern, politischen Gremien, Parteien und Verb\u00e4nden wie z.B. dem Waldbesitzerverein oder der Holzindustrie Vortr\u00e4ge mit anschlie\u00dfenden Diskussionen \u00fcber das Nationalpark-Projekt bis heute sind dies \u00fcber 150 Veranstaltungen.<\/p>\n<p><strong>5. Gef\u00fchrte Informationswanderungen:<\/strong><\/p>\n<p>Mitarbeiter der Naturschutzund Forstverwaltung f\u00fchren auf Anfrage von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, Verb\u00e4nden, politischen Gremien und Parteien, aber auch an festen und \u00f6ffentlich bekannt gemachten Terminen regelm\u00e4\u00dfig gef\u00fchrte Wanderungen im Suchraum des m\u00f6glichen Nationalparks durch (bislang fast 100 Wanderungen).<\/p>\n<p><strong>6. Kostenloses Infotelefon zum Nationalpark freigeschaltet:<\/strong><\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2012 wird ein kostenloses Infotelefon f\u00fcr Fragen rund um das Nationalpark-Projekt freigeschaltet. Hier stehen Experten den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern regelm\u00e4\u00dfig zu Fragen und Anregungen Rede und Antwort.<\/p>\n<p><strong>7. Vergabe eines unabh\u00e4ngigen Nationalpark-Gutachtens:<\/strong><\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2012 vergibt der Lenkungskreis den Auftrag f\u00fcr ein unabh\u00e4ngiges Gutachten \u00fcber Chancen und Risiken eines Nationalparks an die Firmen PricewaterhouseCoopers (PwC) und \u00f6:konzept. Das Gutachten wird am 8. April 2013 \u00f6ffentlich in Stuttgart vorgestellt und danach breit in der Region diskutiert.<\/p>\n<p><strong>8. Regionale Arbeitskreise b\u00fcndeln Expertise vor Ort:<\/strong><\/p>\n<p>Im Mai 2012 nehmen sieben Regionale Arbeitskreise zu umstrittenen Themenbereichen rund um den Nationalpark ihre Arbeit auf. Rund 150 Expertinnen und Experten aus der Region Nordschwarzwalde bringen ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen in den Arbeitskreisen Waldumbau\/Borkenk\u00e4fer, Wildtiermanagement, Auerhuhn, Infrastruktur, Naturschutz\/ Biodiversit\u00e4t, Tourismus und Naturpark\/Nationalpark ein. \u00dcber eine Online-Plattform haben alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger die M\u00f6glichkeit, die Zwischenergebnisse der Arbeitskreise zu kommentieren und sich mit Fragen und Anregungen in die Arbeit der Arbeitskreise mit einzubringen. Im Dezember 2012 stellen die Arbeitskreise ihre Ergebnisse in Anwesenheit von Minister Bonde und den Gutachtern in Freudenstadt vor. Die Ergebnisse flie\u00dfen in das unabh\u00e4ngige Gutachten mit ein.<\/p>\n<p><strong>9. Online-Informationsund Beteiligungsplattform freigeschaltet:<\/strong><\/p>\n<p>Ebenfalls im Mai 2012 schaltet das MLR die umfassende Informationsund Beteiligungsplattform www.schwarzwald-nationalpark.de frei. Online k\u00f6nnen sich B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger detailliert \u00fcber das Projekt und die Hintergr\u00fcnde informieren. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die Protokolle aller Sitzungen der Regionalen Arbeitskreise online gelesen und kommentiert werden. Die Kommentare, Fragen und Anregungen flie\u00dfen unmittelbar in die Regionalen Arbeitskreise ein und werden dort diskutiert.<\/p>\n<p><strong>10. Lenkungskreis verst\u00e4ndigt sich<\/strong> auf bundesweit einmalige Mitbestimmungsrechte von Kommunen und Landkreisen in m\u00f6glicher Nationalparkverwaltung: Im M\u00e4rz 2013 hat das Ministerium den Stadtund Landkreisen zugestanden, dass die Kreise und Kommunen, auf deren Gemarkung ein m\u00f6glicher Nationalpark liegt, das uneingeschr\u00e4nkte Besetzungsrecht f\u00fcr die H\u00e4lfte der Mitglieder eines Nationalparkrats sowie den Vorsitz in diesem wichtigen Gremium erhalten sollen. Dieses bundesweit einmalige Mitbestimmungsrecht garantiert, dass bei der Einrichtung und beim Betrieb eines Nationalparks Landkreise, Kommunen und der Naturpark die M\u00f6glichkeit h\u00e4tten, ihre Interessen aktiv einzubringen und den Nationalpark direkt mit zu gestalten.<\/p>\n<p><strong>11. Wie geht es weiter?<\/strong><\/p>\n<p>Auf Grundlage des Gutachtens wird das Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz einen konkreten Vorschlag f\u00fcr Kulisse, Verwaltungsstruktur und Rechtsrahmen des Nationalparks vorlegen. Wenn dieser Vorschlag vorliegt, haben Kommunen und Verb\u00e4nde sowie alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger wiederum die M\u00f6glichkeit, diesen einzusehen, zu kommentieren und damit die Rahmenbedingungen f\u00fcr den Nationalpark zu beeinflussen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unabh\u00e4ngiges Gutachten von PwC zur Errichtung eines Nationalparks im Schwarzwald liegt vor Ein Nationalpark ist ein Projekt von landes-, wenn nicht bundesweiter Bedeutung. Er st\u00e4rkt auch die Wirtschaft und den Tourismus in der ihn umgebenden Region. 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