{"id":7700,"date":"2013-05-10T05:13:55","date_gmt":"2013-05-10T03:13:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=7700"},"modified":"2013-04-29T09:38:27","modified_gmt":"2013-04-29T07:38:27","slug":"jagd-im-staatswald-wird-bleifrei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=7700","title":{"rendered":"Jagd im Staatswald wird bleifrei"},"content":{"rendered":"<p><em>Baden-W\u00fcrttemberg: Jagd im Staatswald ab 2014 bleifrei<\/em><\/p>\n<p>\u201eAb dem 1. April 2014 &#8211; dem Beginn des neuen Jagdjahres &#8211; kommt im baden-w\u00fcrttembergischen Staatswald nur noch bleifreie Munition zum Einsatz. Damit will der Staatsforst, der dem Gemeinwohl in besonderem Ma\u00dfe verpflichtet ist, Vorbild sein und die Verbraucherinnen und Verbraucher vor Belastungen durch Blei sch\u00fctzen. Die Erfahrungen<!--more--> mit der Umstellung stellt ForstBW allen J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern zur Verf\u00fcgung. Baden-W\u00fcrttemberg setzt durch diesen Entschluss nicht nur die Empfehlungen des Symposiums \u201aAlle(s) Wild?\u2018 von Bundeslandwirtschaftsministerium und Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) um, das Mitte M\u00e4rz in Berlin stattgefunden hat. Gesichert wird auch die Qualit\u00e4t des hochwertigen Lebensmittels Wildfleisch\u201c, sagte der baden-w\u00fcrttembergische Verbraucherschutzminister, Alexander Bonde, am Donnerstag (25. April) in Stuttgart. Beim Berliner Symposium sind die Aspekte Verbraucherschutz, Sicherheit bei der Jagd und Tierschutz diskutiert und die bisherigen Empfehlungen des BfR durch Forschungsprojekte best\u00e4tigt worden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7701\" title=\"Schuss_Baum_Loch_Jagd_84FB1459\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Schuss_Baum_Loch_Jagd_84FB1459.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Schuss_Baum_Loch_Jagd_84FB1459.jpg 640w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Schuss_Baum_Loch_Jagd_84FB1459-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Schuss_Baum_Loch_Jagd_84FB1459-478x320.jpg 478w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Schuss_Baum_Loch_Jagd_84FB1459-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #888888;\"><em>Querschl\u00e4ger: Nicht immer treffen J\u00e4ger ins Schwarze. Daher gelangt das giftige Blei der Geschosse in die Nahrungskette.<\/em><\/span><\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr Normalverbraucher, die im bundesweiten Durchschnitt rund 500 Gramm Wildbret im Jahr konsumieren, besteht durch die Aufnahme von Blei in Wildfleisch kein erh\u00f6htes Gesundheitsrisiko. Bei Kindern, Schwangeren und Vielverzehrern wie J\u00e4gerfamilien ist ein gesundheitliches Risiko nach Aussage des BfR allerdings m\u00f6glich. Dieses Risiko kann durch die Verwendung von B\u00fcchsengeschossen aus Kupfer oder Zink ausgeschlossen werden\u201c, betonte Bonde. Auch der Sicherheitsaspekt und der Tierschutz bei der Verwendung bleifreier B\u00fcchsengeschosse seien ausgiebig untersucht worden. Notwendig sei jedoch die strikte Einhaltung der Unfallverh\u00fctungsvorschriften f\u00fcr die Jagd, um eine Gef\u00e4hrdung der J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger sowohl durch bleihaltige als auch durch bleifreie Geschosse weitgehend auszuschlie\u00dfen. Die Wissenschaftler belegten dar\u00fcber hinaus, dass es bereits jetzt bleifreie Geschosse auf dem Markt gebe, die die Anforderungen des Tierschutzes erf\u00fcllten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>J\u00e4gerschaft akzeptiert die Entscheidung des Landes und h\u00e4lt eine vollst\u00e4ndige Umstellung nach einer \u00dcbergangsfrist f\u00fcr sinnvoll<\/p>\n<p>\u201eWir wollen den guten Ruf von Wildfleisch nicht durch Grenzwerte f\u00fcr Blei gef\u00e4hrden. Deshalb sind wir uns im Ziel mit dem Land einig. Der Landesjagdverband tr\u00e4gt die Entscheidung der Landesregierung daher mit und empfiehlt seinen Mitgliedern ebenfalls die Umstellung. Eine \u00dcbergangsfrist bis 2016 ist jedoch notwendig, damit die J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger den vollst\u00e4ndigen Umstieg auf bleifreie B\u00fcchsenmunition vorbereiten k\u00f6nnen\u201c, betonten der bisherige Vorsitzende des Verbandes, Landesj\u00e4germeister Dr. Dieter Deuschle, sowie sein neu gew\u00e4hlter Nachfolger, Dr. J\u00f6rg Friedmann. Oberstes Ziel sei, die Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin mit m\u00f6glichst unbelastetem Wildbret versorgen zu k\u00f6nnen. Bonde sagte einen engen Informationsaustausch und Schulterschluss zwischen Staatsjagd und Landesjagdverband zu, damit dieser in seiner eigenen Umstellung die gewonnenen Ergebnisse nutzen k\u00f6nne. Gemeinsam forderten Minister und Landesj\u00e4germeister Dr. Friedmann die Industrie auf, f\u00fcr die J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger im Land m\u00f6glichst schnell ein ausreichendes Angebot an bleifreier Kugelmunition vorzuhalten, die nicht nur dem Verbraucherschutz Rechnung tr\u00e4gt, sondern auch hohe Sicherheitsstandards und Tierschutzkriterien erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hintergrundinformationen:<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Symposium \u201eAlle(s) Wild?\u201c k\u00f6nnen \u00fcber das Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) bezogen werden (www.bfr.bund.de).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Baden-W\u00fcrttemberg: Jagd im Staatswald ab 2014 bleifrei \u201eAb dem 1. April 2014 &#8211; dem Beginn des neuen Jagdjahres &#8211; kommt im baden-w\u00fcrttembergischen Staatswald nur noch bleifreie Munition zum Einsatz. 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