{"id":8300,"date":"2013-10-21T11:10:31","date_gmt":"2013-10-21T09:10:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=8300"},"modified":"2013-10-21T12:16:48","modified_gmt":"2013-10-21T10:16:48","slug":"nationalpark-kocht-auf-sparflamme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=8300","title":{"rendered":"Nationalpark kocht auf Sparflamme"},"content":{"rendered":"<p><em>Der BUND kritisiert das vom Kabinett beschlossene Nationalparkgesetz<\/em><\/p>\n<p>\u201eWir begr\u00fc\u00dfen, dass die Landesregierung das Nationalparkgesetz auf den Weg gebracht hat. Leider bleibt aber die vom Kabinett beschlossene Fassung des Gesetzes in einigen Punkten hinter den Erwartungen zur\u00fcck, die im Vorfeld geweckt wurden\u201c, kommentiert BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender die am 8. Oktober 2013 vorgestellte Gesetzesvorlage, die dem Landtag zur Abstimmung vorgelegt werden soll, \u201ees droht uns ein Nationalpark auf Sparflamme.\u201c<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4957\" title=\"schwarzwald_schnee_3BFW8896\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/schwarzwald_schnee_3BFW8896.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/schwarzwald_schnee_3BFW8896.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/schwarzwald_schnee_3BFW8896-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/schwarzwald_schnee_3BFW8896-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr fatal h\u00e4lt der BUND die Entscheidung der Landesregierung, keine Zwischenziele zum Erreichen der 7.500 Hektar Kernzonen vorzugeben. \u201eDas Gebiet nennt sich Nationalpark, aber das Gesetz gibt f\u00fcr die kommenden 30 Jahre nicht mehr vor als eine Ansammlung mittelgro\u00dfer, voneinander isolierter Bannw\u00e4lder. Das ist entt\u00e4uschend\u201c, so Dahlbender. F\u00fcr dieses Szenario spricht auch, dass sich die Landesregierung nicht gesetzlich binden wollte, Pflanzenschutzmittel, Biozide, Kalk, D\u00fcnger, Bodenumbruch und Drainagen im Nationalpark auszuschlie\u00dfen. \u201eWir bef\u00fcrchten, dass sich das Naturerlebnis im k\u00fcnftigen Nationalpark kaum von dem im Wirtschaftswald unterscheiden wird. Sollten beispielsweise Holzpolter mit Pestiziden gespritzt, Ganzbaumernten oder Bundeswehr\u00fcbungen dort durchgef\u00fchrt werden, wird wenig Nationalpark-Charakter entstehen\u201c, betont Dahlbender.<\/p>\n<p>Kritisch sieht der BUND auch, dass die Landesregierung die im Juni in Aussicht gestellte Nationalparkfl\u00e4che noch einmal um \u00fcber 100 Hektar verkleinert hat. \u201eSo ist der Nationalpark in Bezug auf internationale Kriterien am unteren Limit\u201c, erl\u00e4utert Dahlbender, \u201ezumal die Landesregierung keine Klausel f\u00fcr eine sp\u00e4tere Erweiterung des Nationalparks im Gesetz vorsieht. Es ist unverst\u00e4ndlich und fachlich nicht vermittelbar, warum Minister Bonde krampfhaft an der Gr\u00f6\u00dfe von 10.000 Hektar festhalten will.\u201c Insbesondere m\u00fcsste auf den L\u00fcckenschluss zwischen den beiden, drei Kilometer entfernt liegenden Teilgebieten hingearbeitet werden.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich der Finanzierung hat sich die Landesregierung leider dazu entschlossen, den Nationalpark ab 2015\/16 aus dem allgemeinen Naturschutz-Landeshaushalt zu bezahlen. \u201eDamit sind die anderen Ziele der Naturschutzstrategie der Landesregierung \u2013 wie die Umsetzung des landesweiten Biotop-Verbunds, Ausweisung weiterer Schutzgebiete, Moorrenaturierungen \u2013 in Frage gestellt\u201c, erl\u00e4utert Dahlbender, \u201eder Nationalpark droht andere Naturschutzaktivit\u00e4ten zu kannibalisieren.\u201c Der BUND fordert unver\u00e4ndert, dass Personal- und Sachausgaben sowie die Investitionen f\u00fcr den Nationalpark zus\u00e4tzlich zum versprochenen Aufwuchs der Naturschutzmittel aus dem Landeshaushalt finanziert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auf gar keinen Fall d\u00fcrfen nach Ansicht des BUND Ausgaben f\u00fcr Tourismus und Infrastruktur aus Naturschutzmitteln finanziert werden. Anlass f\u00fcr solche Bef\u00fcrchtungen gibt ein Passus im Gesetz, der strukturelle Verbesserungen im Umfeld, insbesondere im Bereich des Tourismus als Nationalparkzweck deklariert. \u201eWir treten f\u00fcr einen offenen Nationalpark ein, der Menschen ein authentisches Naturerlebnis vermittelt\u201c, unterstreicht Dahlbender, \u201eaber touristische Vorhaben m\u00fcssen auch aus dem Tourismustopf finanziert werden. Es kann nicht sein, dass das Geld aus dem ohnehin knappen Naturschutzhaushalt des Landes in den Ausbau von Infrastruktur flie\u00dft.\u201c Diese Aufgaben seien eindeutig dem Naturpark oder der allgemeinen nachhaltigen Regionalentwicklung zuzuordnen.<\/p>\n<p>Bedauerlich ist, dass kaum einer der fachlich fundierten Vorschl\u00e4ge der Naturschutzverb\u00e4nde im Gesetz aufgenommen worden. \u201eWir kritisieren, dass die Vorschl\u00e4ge und Hinweise der staatlich anerkannten Naturschutzverb\u00e4nde bei der Gebietsschutz-Spitzenkategorie Nationalpark nicht h\u00f6her gewichtet w\u00fcrden als die Anmerkungen \u201eeiniger Nutzer des Onlineportals\u201c, wie das Ministerium selbst formuliert\u201c, so Dahlbender. Der BUND erkenne die Bem\u00fchungen um breite Beteiligung an, aber das d\u00fcrfe nicht dazu f\u00fchren, dass die Expertise und der Vertretungsfunktion der anerkannten Naturschutzverb\u00e4nde in Naturschutzfragen ausgehebelt w\u00fcrden. Auch im Nationalparkrat ist eine Vertretung der Naturschutzbelange von Seiten der Naturschutzverb\u00e4nde nicht gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\"><em>WEBcode #133461<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der BUND kritisiert das vom Kabinett beschlossene Nationalparkgesetz \u201eWir begr\u00fc\u00dfen, dass die Landesregierung das Nationalparkgesetz auf den Weg gebracht hat. Leider bleibt aber die vom Kabinett beschlossene Fassung des Gesetzes in einigen Punkten hinter den Erwartungen zur\u00fcck, die im Vorfeld geweckt wurden\u201c, kommentiert BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender die am 8. 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