{"id":8866,"date":"2013-11-28T19:12:45","date_gmt":"2013-11-28T18:12:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=8866"},"modified":"2013-11-28T19:21:07","modified_gmt":"2013-11-28T18:21:07","slug":"1-nationalpark-bewilligt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=8866","title":{"rendered":"1. Nationalpark bewilligt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><em>Das Land Baden-W\u00fcrttemberg bekommt seinen ersten Nationalpark<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eHeute ist ein historischer Tag f\u00fcr den Naturschutz im Land &#8211; Baden-W\u00fcrttemberg bekommt seinen ersten Nationalpark. Am 1. Januar 2014 wird der Nationalpark Schwarzwald mit breiter Beteiligung der Region an den Start gehen.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5394\" title=\"schwarzwald_ruhestein\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/schwarzwald_ruhestein.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/schwarzwald_ruhestein.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/schwarzwald_ruhestein-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/schwarzwald_ruhestein-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Der heute vom Landtag beschlossene Gesetzentwurf der Landesregierung ist das Ergebnis eines in dieser Form einmaligen intensiven zweieinhalbj\u00e4hrigen Diskussionsprozesses. Daran waren die Bev\u00f6lkerung vor Ort, Kommunen und Verb\u00e4nde sowie viele weitere Akteurinnen und Akteure aus dem ganzen Land beteiligt. Damit tr\u00e4gt dieses Gesetz die Handschrift aller, die sich konstruktiv, aber auch kritisch in das Verfahren eingebracht haben\u201c, sagte der Minister f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Donnerstag (28. November) in Stuttgart im Anschluss der Verabschiedung des Gesetzes im Landtag.<\/p>\n<p>\u201eDer Nationalpark Schwarzwald ist ein Naturschutzprojekt von bundesweiter Bedeutung. Zugleich ist er eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr die \u00f6konomische Weiterentwicklung der gesamten Region. Diese Chancen m\u00fcssen wir gemeinsam nutzen. Dabei werden wir die intensive Zusammenarbeit mit der Region fortsetzen. Ich freue mich sehr dar\u00fcber, dass sich im Land und in der Region eine klare Mehrheit der Menschen f\u00fcr den Nationalpark ausspricht. Die Mehrheit der Nationalpark-Gemeinden unterst\u00fctzt das Projekt ebenso wie der Naturpark Schwarzwald Mitte\/Nord und eine Mehrheit der Stadt- und Landkreise in der Region. Gleichwohl bleibt es uns ein wichtiges Anliegen, auch diejenigen Menschen, die bisher dem Nationalpark noch kritisch gegen\u00fcber stehen, zu \u00fcberzeugen. Denn mit dem Nationalpark als zentralem Bestandteil unserer Naturschutzstrategie leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung der Sch\u00f6pfung und bieten spannende Zukunftsperspektiven f\u00fcr die Region\u201c, erg\u00e4nzte der Minister.<\/p>\n<p><strong>Nationalpark als wichtiger Beitrag f\u00fcr den Erhalt der Biodiversit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDer Nationalpark stellt einen wichtigen und ganz konkreten Beitrag des Landes Baden-W\u00fcrttemberg zum Erhalt der Arten- und Lebensraumvielfalt in Deutschland dar. Zu diesem Ziel haben sich die Bundesrepublik und alle Bundesl\u00e4nder bereits im Jahr 2007 verpflichtet\u201c, betonte Bonde. Zus\u00e4tzlich sei dies ein wichtiger Schritt, um das gemeinsame Ziel zu erreichen, dass sich bis 2020 zehn Prozent der Staatswaldfl\u00e4che nat\u00fcrlich entwickeln k\u00f6nnen. \u201eIch kann heute schon best\u00e4tigen, dass wir mit allen weiteren eingeleiteten Ma\u00dfnahmen dieses ehrgeizige Ziel erreichen werden\u201c, erkl\u00e4rte der f\u00fcr Naturschutz und Forst zust\u00e4ndige Minister. Dabei umfasse der Nationalpark selbst nur eine \u00fcberschaubare Waldfl\u00e4che von zehn mal zehn Kilometern. Dies entspreche einem Anteil von 0,7 Prozent der Waldfl\u00e4che Baden-W\u00fcrttembergs oder 2,3 Prozent des Staatswaldes. \u201eDie vorgesehenen 10.000 Hektar sind gem\u00e4\u00df den internationalen und nationalen Kriterien die Mindestgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr einen Nationalpark. Nur auf einer Fl\u00e4che dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung kann der Schutzzweck eines Nationalparks eingel\u00f6st werden &#8211; dass n\u00e4mlich nat\u00fcrliche Prozesse ungest\u00f6rt ablaufen k\u00f6nnen und Lebensr\u00e4ume entstehen, die es im bewirtschafteten Wald kaum mehr gibt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Nationalpark als Chance f\u00fcr Tourismus und Regionalentwicklung<\/strong><\/p>\n<p>Neben dem naturschutzfachlichen Mehrwert erwarte das Land, unterlegt durch die Ergebnisse eines von dem renommierten Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers vorgelegten umfangreichen unabh\u00e4ngigen Gutachtens, vom Nationalpark sp\u00fcrbare Impulse f\u00fcr die Tourismuswirtschaft der Region Nordschwarzwald und den damit zusammenh\u00e4ngenden Wirtschaftszweigen, sagte der Minister weiter. \u201eVon der Schaffung einer neuen hochwertigen Destination, die das steigende Verlangen der Erholungssuchenden nach dem Erleben von \u201aunverf\u00e4lschter\u2018 Natur bedient, kann die gesamte Region profitieren. Der Nationalpark bringt damit dem ganzen Schwarzwald neue regionalwirtschaftliche Chancen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Bundesweit einmaliges Mitbestimmungsmodell f\u00fcr die Region<\/strong><\/p>\n<p>Ein Kernst\u00fcck des heute beschlossenen Gesetzes sei die in dieser Form bundesweit einmalige parit\u00e4tische Mitbestimmung der Region im k\u00fcnftigen Nationalparkrat, sagte Bonde. \u201eDas Gesetz gew\u00e4hrleistet, dass s\u00e4mtliche Kreise und Gemeinden, auf deren Fl\u00e4che sich der Nationalpark und seine Einrichtungen erstreckt, in allen grunds\u00e4tzlichen Angelegenheiten des Schutzgebiets gleichberechtigt mit dem Land als dem Tr\u00e4ger des Nationalparks mitentscheiden. Damit entspricht die Landesregierung einem Wunsch der kommunalen Seite und schafft ein Mitbestimmungsmodell, das deutschlandweit seinesgleichen sucht.\u201c<\/p>\n<p>Die bisherige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort werde selbstverst\u00e4ndlich fortgesetzt, k\u00fcndigte Bonde an: \u201eWir werden auch nach Errichtung des Nationalparks intensiv den Dialog mit der Region und der Bev\u00f6lkerung suchen und sie an den n\u00e4chsten Arbeitsschritten weiter beteiligen. Das gilt sowohl f\u00fcr die Aufstellung eines Nationalparkplans als auch f\u00fcr die Entwicklung von Tourismus- und Verkehrsinfrastrukturkonzepten.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #808000;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/h3>\n<p>Der heute beschlossene Text des Nationalparkgesetzes kann auf den Internetseiten der Landesregierung zum Nationalpark Schwarzwald unter <a href=\"http:\/\/www.schwarzwald-nationalpark.de\" target=\"_blank\">www.schwarzwald-nationalpark.de<\/a> elektronisch abgerufen werden. Dort finden sich auch das Gutachten von PriceWaterhouse Coopers und \u00f6:konzept sowie Karten und weitere Materialien zum Nationalpark Schwarzwald.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Land Baden-W\u00fcrttemberg bekommt seinen ersten Nationalpark \u201eHeute ist ein historischer Tag f\u00fcr den Naturschutz im Land &#8211; Baden-W\u00fcrttemberg bekommt seinen ersten Nationalpark. Am 1. 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