{"id":9063,"date":"2014-01-02T12:40:43","date_gmt":"2014-01-02T11:40:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=9063"},"modified":"2014-01-02T12:40:43","modified_gmt":"2014-01-02T11:40:43","slug":"falls-der-wolf-kommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=9063","title":{"rendered":"Falls der Wolf kommt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0Verwaltung und Verb\u00e4nde verst\u00e4ndigen sich auf \u201eHandlungsleit\u00adfaden Wolf\u201c\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eFalls der Wolf zur\u00fcckkommt, ist Baden-W\u00fcrttemberg gut vorbereitet. Gemeinsam haben Fachleute aus Verwaltung und Verb\u00e4nden den Handlungsleitfaden Wolf ausgearbeitet. Dieser Leitfaden erm\u00f6glicht es den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden, bei einem Auftreten einzelner W\u00f6lfe im Land situationsangemessene Gef\u00e4hrdungsanalysen zu erstellen. Auf deren Grundlage<!--more--> kann dann mit klaren Zust\u00e4ndigkeiten und Kommunikationswegen sowie festgelegten Abl\u00e4ufen angemessen reagiert werden\u201c, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde anl\u00e4sslich der Ver\u00f6ffentlichung des Handlungsleitfadens Wolf am Freitag (27. Dezember).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6175\" title=\"wolf_3BFW4507\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507-160x116.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507-140x101.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Handlungsleitfaden wurde von Fachleuten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt sowie der Naturschutzverwaltung gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Naturschutzverb\u00e4nde, der J\u00e4gerschaft und der Landnutzerverb\u00e4nde erstellt. Die Beteiligten haben f\u00fcr 2014 die Erarbeitung weiterer Ma\u00dfnahmen vereinbart, um vorbereitet zu sein, falls sich mehrere W\u00f6lfe oder Wolfsrudel dauerhaft im Land ansiedeln. \u201eIn den n\u00e4chsten Monaten werden Landnutzerinnen und Landnutzer, Beh\u00f6rden sowie Naturschutz- und Jagdverb\u00e4nden auf Informationsveranstaltungen mit den Inhalten des baden-w\u00fcrttembergischen Handlungsleitfadens Wolf vertraut gemacht\u201c, k\u00fcndigte Bonde an. Dabei w\u00fcrden die Meldewege und die Vorgehensweise beim Auftreten eines Wolfes im Land dargelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei einem Auftreten von W\u00f6lfen in Baden-W\u00fcrttemberg k\u00f6nnen Konflikte durch das Rei\u00dfen von Nutztieren entstehen. Da kein gesetzlicher Anspruch auf Ersatz f\u00fcr von Wildtieren verursachte Sch\u00e4den besteht, haben der Landesnaturschutzverband Baden-W\u00fcrttemberg, der NABU-Landesverband Baden-W\u00fcrttemberg, der BUND-Landesverband Baden-W\u00fcrttemberg, die Stiftung EuroNatur, der Landesjagdverband Baden-W\u00fcrttemberg und der \u00d6kologische Jagdverein die Tr\u00e4gergemeinschaft Ausgleichsfonds Wolf gegr\u00fcndet. Die Tr\u00e4gergemeinschaft Ausgleichsfonds Wolf will bei Halterinnen und Haltern von Weidetieren Akzeptanz gegen\u00fcber auftretenden W\u00f6lfen schaffen, indem sie auf freiwilliger Basis bestimmte, vom Wolf verursachte Sch\u00e4den ausgleicht. So soll gemeinsam mit dem Land ein unb\u00fcrokratischer Ausgleich f\u00fcr vom Wolf verursachte Sch\u00e4den erm\u00f6glicht werden. Das Land hat mit der Tr\u00e4gergemeinschaft eine Vereinbarung zur Unterst\u00fctzung des Ausgleichsfonds Wolf abgeschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<h3 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #808000;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Der vollst\u00e4ndige Handlungsleitfaden Wolf kann als PDF\u00a0heruntergeladen werden:<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px initial initial;\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/>\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Wolf-BW_Handlungsleitfaden.pdf\" target=\"_blank\">klick &gt;&gt;<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">W\u00f6lfe unterliegen internationalen Artenschutzbestimmungen sowie als streng gesch\u00fctzte Art den Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes. In der \u00d6ffentlichkeit wird das Auftreten von \u2013 auch nur vereinzelten \u2013 W\u00f6lfen im Land unterschiedlich beurteilt. Manche gesellschaftliche Gruppen wie beispielsweise die Naturschutzverb\u00e4nde stehen dem Auftreten von W\u00f6lfen offen gegen\u00fcber und hei\u00dfen diese Tiere willkommen. Andere eher skeptische Gruppierungen wie Landwirte, Sch\u00e4fer und Gehegewildhalter fordern hingegen, dass W\u00f6lfe der Natur zu entnehmen sind, wenn sie Sch\u00e4den verursachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Ostdeutschland, Italien und der Schweiz haben sich W\u00f6lfe etabliert. In Th\u00fcringen wurde vor Kurzem ein Wolf beobachtet, in den S\u00fcdvogesen konnte die Anwesenheit von W\u00f6lfen best\u00e4tigt werden. So ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis auch in Baden-W\u00fcrttemberg einzelne W\u00f6lfe auftauchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Um der geschilderten Interessenlage einerseits und den gesetzlichen Rahmenbedingungen andererseits Rechnung zu tragen, wurde durch die oberste Naturschutzbeh\u00f6rde im Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) eine Arbeitsgruppe \u201eHandlungsleitfaden Wolf\u201c initiiert, um f\u00fcr den Fall des Auftretens von W\u00f6lfen in Baden-W\u00fcrttemberg \u00fcber einen Ma\u00dfnahmenkatalog und Handlungsroutinen zu verf\u00fcgen. Beteiligt waren der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband, der Landesbauernverband Baden-W\u00fcrttemberg, der Landesnaturschutzverband Baden-W\u00fcrttemberg, der Landesjagdverband Baden-W\u00fcrttemberg, der NABU-Landesverband Baden-W\u00fcrttemberg, der BUND-Landesverband Baden-W\u00fcrttemberg, die Stiftung EuroNatur, von Seiten der Universit\u00e4t Freiburg der Arbeitsbereich Wildtier\u00f6kologie und Wildtiermanagement sowie die Professur f\u00fcr Forst- und Umweltpolitik sowie von Seiten des Landes Baden-W\u00fcrttemberg die Oberste Naturschutz- und Jagdbeh\u00f6rde im MLR, der Arbeitsbereich Wildtier\u00f6kologie der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg sowie die Landesanstalt f\u00fcr Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Leitfaden beschreibt den rechtlichen und administrativen Handlungsrahmen und regelt Zust\u00e4ndigkeiten, Kommunikationswege, Abl\u00e4ufe sowie die \u00dcberwachung von W\u00f6lfen (das so genannte Monitoring). Dar\u00fcber hinaus werden Parameter zur Einsch\u00e4tzung verschiedener Wolfsverhaltensweisen dargestellt und hieraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Erg\u00e4nzt wird der Leitfaden durch Aussagen zum Schadensausgleich im Rahmen eines Ausgleichsfonds Wolf, zu m\u00f6glichen Pr\u00e4ventationsma\u00dfnahmen f\u00fcr den Fall des Auftretens mehrerer W\u00f6lfe im Land und Aussagen zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Ausgleichsfonds Wolf wird mit 10.000 Euro ausgestattet, sobald die Anwesenheit des Wolfes im Land festgestellt wird. Ein Schadensausgleich wird geleistet f\u00fcr nachweislich vom Wolf get\u00f6tete oder erheblich verletzte Nutztiere, die get\u00f6tet werden m\u00fcssen. Die Verwaltung des Ausgleichsfonds \u00fcbernimmt bis 2018 der NABU Landesverband Baden-W\u00fcrttemberg. Tierhalter k\u00f6nnen sich in den genannten F\u00e4llen an den NABU Baden-W\u00fcrttemberg wenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Hinweise auf die Anwesenheit von W\u00f6lfen k\u00f6nnen jederzeit an das landesweite Monitoring gemeldet werden. Tel. 0761 \/ 4018-274. Informationen zur Biologie und Verbreitung sind dort ebenfalls zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Verwaltung und Verb\u00e4nde verst\u00e4ndigen sich auf \u201eHandlungsleit\u00adfaden Wolf\u201c\u00a0 \u201eFalls der Wolf zur\u00fcckkommt, ist Baden-W\u00fcrttemberg gut vorbereitet. Gemeinsam haben Fachleute aus Verwaltung und Verb\u00e4nden den Handlungsleitfaden Wolf ausgearbeitet. Dieser Leitfaden erm\u00f6glicht es den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden, bei einem Auftreten einzelner W\u00f6lfe im Land situationsangemessene Gef\u00e4hrdungsanalysen zu erstellen. 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