{"id":9755,"date":"2014-06-26T12:05:51","date_gmt":"2014-06-26T10:05:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=9755"},"modified":"2014-07-09T12:34:59","modified_gmt":"2014-07-09T10:34:59","slug":"jubilaeums-marathon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=9755","title":{"rendered":"Jubil\u00e4ums-Marathon"},"content":{"rendered":"<p><em>Die Schw\u00e4bische Alb feiert 500 Jahre Gest\u00fct Marbach und 5 Jahre Biosph\u00e4rengebiet<\/em><\/p>\n<p>Ein stattliches schmiedeeisernes Tor mit eingearbeitetem goldgl\u00e4nzendem Marbacher Brandzeichen empf\u00e4ngt den Besucher, der von Reutlingen \u00fcber Gomadingen her kommend das Haupt- und Landgest\u00fct Marbach besucht, <!--more-->und an Werktagen pr\u00e4sentiert sich ihm dieses wie eine eigene, in sich abgeschlossene Welt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3484\" alt=\"Pferd_Marbach_IMG_6183\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Pferd_Marbach_IMG_6183.jpg\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Pferd_Marbach_IMG_6183.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Pferd_Marbach_IMG_6183-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Pferd_Marbach_IMG_6183-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Kaum ein Motorger\u00e4usch ist zu h\u00f6ren, nur das leise Pl\u00e4tschern des Stutenbrunnens im Innenhof, gelegentlich leises Schnauben, Hufgeklapper und das Gl\u00f6ckchen der Turmuhr auf dem Engl\u00e4nderstall. St\u00e4lle und Stallgassen geh\u00fcllt in eine Wolke w\u00fcrzigen Pferdedufts, die samtigen N\u00fcstern der Stallbewohner, die sich durch das Boxengitter hindurch gerne liebkosen lassen, im Schr\u00e4glicht der halbrunden Stallfenster der Anblick gro\u00dfer, dunkler, sprechender Pferdeaugen, in die sich der Besucher vielleicht f\u00fcr ein paar kostbare Minuten versenken mag, und in Halbh\u00f6henlage das muntere Treiben der Fohlen in ihren lichtdurchfluteten Laufst\u00e4llen &#8211; was sich dem privaten Besucher pr\u00e4sentiert wie eine Szenerie aus vergangener Zeit, ist in Wirklichkeit ein Pferdezuchtbetrieb modernster Ausrichtung mit vielf\u00e4ltigsten Aufgaben. Hier werden 500 Pferde der Rassen Deutsches Reitpferd (W\u00fcrttemberger Typ) und Schwarzw\u00e4lder Kaltblut beherbergt, die Deckhengste f\u00fcr die baden-w\u00fcrttembergischen Pferdez\u00fcchter gez\u00fcchtet und auf den Besch\u00e4lstationen des Landes bereitgestellt, eine eigene Stammstutenherde gehalten, Leistungspr\u00fcfungen bei Pferden und Schafen abgenommen, eine Landesreit- und -fahrschule betrieben und es werden angehende Pferdewirte, Hufschmiede und Landwirte ausgebildet. Und besonders an den Wochenenden ist das Gest\u00fctein ein starker Publikumsmagnet, der j\u00e4hrlich in etwa eine halbe Million Besucher anzieht.<\/p>\n<p>Im Jahr 2014 nun feiert das Gest\u00fct, dessen Geschicke seit 2007 Dr. Astrid von Velsen-Zerweck lenkt, sein 500-j\u00e4hriges Bestehen mit einem umfangreichen Festprogramm. Im Jahr 1514 wurde Marbach in Zusammenhang mit einem Strafprozess zum ersten Mal urkundlich erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Lag in den zur\u00fcckliegenden Jahrhunderten das Hauptaugenmerk der Pferdezucht vor allem darauf, den Landwirten und dem Milit\u00e4r ein<\/p>\n<p>robustes und gutwilliges Arbeitspferd zur Verf\u00fcgung zu stellen, so \u00e4nderte sich dieses Zuchtziel um 1950 herum schlagartig, als die Technisierung der Landwirtschaft das Arbeitspferd vom Markt zu verdr\u00e4ngen drohte und f\u00fcr die bisher beliebten und begehrten Pferde vom Typ \u201eAltw\u00fcrttemberger\u201c keine Abnehmer mehr da waren. Man entschied sich, durch Einkreuzung leichterer Pferderassen diesen zum Reitpferd umzuz\u00fcchten. Julmond hie\u00df der legend\u00e4re Ostpreu\u00dfenhengst, mit dessen Hilfe dies gelang \u2013 er war 1945 noch mit dem gro\u00dfen Treck \u00fcber das zugefrorene Frische Haff in den Westen gekommen, und zeugte in den f\u00fcnf Jahren, in denen er in Marbach als Deckhengst t\u00e4tig war, rund 140 Nachkommen. 1932 \u00fcbernahm Marbach \u00fcberdies die Araberzucht K\u00f6nig Wilhelms des I. von W\u00fcrttemberg, die bis dahin im k\u00f6niglichen Gest\u00fct Weil bei Esslingen untergebracht gewesen war.<\/p>\n<p>Der Besucher, der sich f\u00fcr die wechselvolle Geschichte des Gest\u00fctes interessiert, findet im Marbacher Informationszentrum eine ansprechend gestaltete Ausstellung oder kann sich bei einer F\u00fchrung mit anschlie\u00dfender Kutschfahrt die gew\u00fcnschten Informationen einholen. Die altehrw\u00fcrdigen, zwischen dem 17. und 21. Jahrhundert erbauten Stallungen, die ihn dabei umgeben, tun das Ihrige dazu, ihn f\u00fcr ein paar kostbare Stunden Raum und Zeit vergessen zu lassen, um anschlie\u00dfend ganz \u201erunderneuert\u201c in den hektischen Alltag zur\u00fcckzukehren. Ein wahrhaft lohnender Ausflug f\u00fcr Jung und Alt.<\/p>\n<p>Neu er\u00f6ffnet wurde dieser Tage der Gest\u00fctsradweg, der die Vor- und Gest\u00fctsh\u00f6fe mit Marbach verbindet. Dazu ist die Brosch\u00fcre \u201eDie sch\u00f6nsten Radtouren\u201c \u00fcberarbeitet und neu aufgelegt worden. Insgesamt enth\u00e4lt sie 18 Tourenvorschl\u00e4ge erg\u00e4nzt mit vielen Tipps zu Service, Unterk\u00fcnften und vielem mehr.<\/p>\n<p><em><span style=\"color: #888888;\">Die Brosch\u00fcre, im handlichen DIN A 5 Format f\u00fcr die Lenkertasche, ist kostenlos erh\u00e4ltlich bei: Mythos Schw\u00e4bische Alb, Kaiserstra\u00dfe 27, 72764 Reutlingen Telefon 07121 480-3033, Telefax 07121 480-1838 info@mythos-alb.de www.mythos-alb.de<\/span><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #808000;\">Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb feiert Geburtstag<\/span><\/h3>\n<p><em>5 Jahre Anerkennung durch die UNESCO<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2462\" alt=\"zainingen_wald_herbst_IMG_0\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/zainingen_wald_herbst_IMG_0.jpg\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/zainingen_wald_herbst_IMG_0.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/zainingen_wald_herbst_IMG_0-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/zainingen_wald_herbst_IMG_0-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Das Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb wurde 2009 von der UNESCO in das Weltnetz der Biosph\u00e4renreservate aufgenommen. Am 26.06.2014 j\u00e4hrte sich die Urkunden\u00fcbergabe zum f\u00fcnften Mal. Verantwortliche und Mitwirkende ziehen positive Bilanz.<\/p>\n<blockquote><p><a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/interaktive_karte\/PDFpool\/PDF\/Lesetipp_biosphaere_themen\/UNESCO_Anerkennung_biosphaere_schaebische_alb.pdf\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"PDF-Shop\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/interaktive_karte\/PDFpool\/media\/pdf.gif\" width=\"39\" height=\"18\" align=\"absmiddle\" border=\"0\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=822\" target=\"_blank\">UNESCO-Anerkennung \/ Hintergr\u00fcnde &gt;&gt;<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>\u201eDas Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb ist ein Erfolgsmodell. Aus anf\u00e4nglicher Skepsis und Reserviertheit in der Region ist heute Begeisterung geworden.\u201c So fasst der Vorsitzende des Lenkungskreises des Biosph\u00e4rengebiets Schw\u00e4bische Alb, Regierungspr\u00e4sident Hermann Strampfer, die Entwicklung der vergangenen f\u00fcnf Jahre zusammen.<\/p>\n<p>Biosph\u00e4renreservate sind mehr als reine Gebiete zum Schutz der Natur. Sie sind Modellregionen f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung. In diesen Gebieten soll aufgezeigt werden, wie Mensch und Natur m\u00f6glichst gleichberechtigt zusammen leben und idealerweise voneinander profitieren k\u00f6nnen. Im Sinne der Nachhaltigkeit soll die modellhafte Gestaltung aller Lebensbereiche erprobt werden.<\/p>\n<p>Im Jahre 2009 wurden die Mittlere Schw\u00e4bische Alb und das Albvorland von der UNESCO in das Weltnetz der 631 Biosph\u00e4renreservate in 119 Staaten aufgenommen. Gertrud Sahler, die Vorsitzende des deutschen MAB-Komitees (MAB steht f\u00fcr das UNESCO-Programm \u201eDer Mensch und die Biosph\u00e4re\u201c) hatte am 26. Juni 2009 die Urkunde an den damaligen baden-w\u00fcrttembergischen <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=822\" target=\"_blank\">Ministerpr\u00e4sidenten G\u00fcnther H. Oettinger \u00fcberreicht<\/a>. Damals wie heute ist diese offizielle Aufnahme f\u00fcr das erste baden-w\u00fcrttembergische Biosph\u00e4rengebiet eine gro\u00dfe Ehre aber auch eine Verpflichtung.<\/p>\n<p>Die aktive Einbindung und das Gespr\u00e4ch mit B\u00fcrgern und Akteuren standen in den vergangenen Jahren im Mittelpunkt der Arbeit. So wurde beispielsweise bei der Erarbeitung des Rahmenkonzepts, dem Arbeitshandbuch f\u00fcr die kommenden Jahre, ein partizipativer Ansatz gew\u00e4hlt. In neun verschiedenen Arbeitskreisen arbeiteten 180 Akteuren in den Jahren 2010 und 2011 an der Konzeption. Zus\u00e4tzlich konnten sich Gro\u00df und Klein bei Ideenwettbewerben, thematischen Fachveranstaltungen, Gro\u00dfveranstaltungen und einer Internetdiskussionsplattform einbringen. Herausgekommen sind \u00fcber diesen Beteiligungsprozess 12 Leitbilder und 28 Leitprojekte mit 350 Projektideen.<\/p>\n<p>Mit der Umsetzung des Rahmenkonzepts wurde nach Fertigstellung der Konzeption im Sommer 2012 begonnen. Erste Leitprojekte wie beispielsweise die Erstellung eines Marketingkonzepts sind bereits umgesetzt, andere Projekte wie der Aufbau einer Logistik f\u00fcr regionale Produkte aus dem Biosph\u00e4rengebiet laufen aktuell.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #808080;\">WEBcode #142463<\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schw\u00e4bische Alb feiert 500 Jahre Marbach und 5 Jahre Biosph\u00e4rengebiet<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3486,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-9755","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9755","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9755"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9755\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9761,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9755\/revisions\/9761"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}