{"id":9928,"date":"2025-04-20T14:12:33","date_gmt":"2025-04-20T12:12:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=9928"},"modified":"2025-04-24T17:19:43","modified_gmt":"2025-04-24T15:19:43","slug":"liebe-fuers-detail","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=9928","title":{"rendered":"Liebe zum Detail"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das St. Johanner Rathaus ist eine Hommage an das echte Handwerk und ein Kniefall an die Schaffenskraft vergangener Generationen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><\/em><\/strong><em>PDF-<\/em><em>Print-Artikel <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Rathaus_St_Johann_Sphaere_Verlag.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">runterladen<\/a><\/em><strong><!--more--><\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9931\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/St_Johann_Rathaus_aufm.jpg\" alt=\"St_Johann_Rathaus_aufm\" width=\"320\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/St_Johann_Rathaus_aufm.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/St_Johann_Rathaus_aufm-160x113.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/St_Johann_Rathaus_aufm-150x105.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Das Rathaus der Gemeinde St. Johann in W\u00fcrtingen war schon bis zu seiner Sanierung im Jahr 2007 eines der stattlichsten in der Region. Wenn es auch im Inneren mit seinen niederen Decken, den engen Fluren, den von Leitungen und vielerlei durchbrochenen und geflickten Vert\u00e4felungen und Anstrichen aus den verschiedensten Umbauphasen immer etwas d\u00fcster, beklemmend und abgewohnt wirkte.<\/p>\n<p><em><span style=\"color: #800000;\">Text und Zeichnung: Hans Christoph Lindemann<\/span><\/em><\/p>\n<p>Jetzt, nach der seit Herbst 2008 abgeschlossenen Sanierung, ist es wohl tats\u00e4chlich eines der sch\u00f6nsten und in der Verbindung von Ehrw\u00fcrde des Alters, modernem Interieur und zeitgem\u00e4\u00dfer Funktionalit\u00e4t eines der bemerkenswertesten. Dabei ist es beileibe nicht immer ein Rathaus gewesen.<\/p>\n<p>Im Februar 1774 bricht in dem Vorg\u00e4ngerbau, einem Gasthaus mit gro\u00dfer Landwirtschaft, ein Feuer aus, dem insgesamt 14 Geb\u00e4ude hier und in der Nachbarschaft zum Opfer fallen.<\/p>\n<p>Das kinderlose Ehepaar Kuhder entschlie\u00dft sich im gleichen Jahr zu einem gro\u00dfen Neubau, wieder als Gasthaus und landwirtschaftliche Hofstelle. Dass das keine ganz reine Freude war, verr\u00e4t eine in einer Steintafel auf der Stra\u00dfenseite des Geb\u00e4udes verewigte Inschrift mit dem Wortlaut: \u201eBauen ist ein sch\u00f6ner Lust, hat fil gekost\u2019, habs nicht gewusst\u201c. Der Leid erfahrene Verfasser dieser Inschrift wird wohl nicht der erste und auch nicht der letzte \u201eBaulustige\u201c dieser Art gewesen sein.<\/p>\n<p>1829, also rund 50 Jahre sp\u00e4ter wird das Geb\u00e4ude an die Gemeinde W\u00fcrtingen verkauft und wird von nun an als Schulhaus mit Lehrerwohnungen genutzt. Erst ab 1911, nach Errichtung eines neuen Schulhauses an anderer Stelle, wird es dann zum Rathaus, danach von Zeit zu Zeit umgebaut, erg\u00e4nzt, renoviert.<\/p>\n<p>Wer einmal an der Sanierung eines solch gro\u00dfen und baugeschichtlich wichtigen Geb\u00e4udes als Bauherr oder sonst Baubeteiligter mitgemacht hat, wei\u00df, was ein solches Unterfangen bedeutet: Zu Anfang sind meistens noch nicht mal vern\u00fcnftige Bestandspl\u00e4ne da und letztendlich muss das alte Gem\u00e4uer vollst\u00e4ndig aufgemessen werden. Es folgen Unmengen von Besprechungen mit Denkmalamt, Beh\u00f6rden, Ingenieuren, viele Sitzungen mit den Gremien der Gemeinde.<\/p>\n<p>Die Phase des Bauens ist anfangs mehr eine Phase des Abrei\u00dfens als der Neuerrichtung. Wo Baggerschaufel, Stemmeisen und Hebgeschirr eindringen, treten fehlende Fundamente, m\u00fcrbe Mauern, verfaulte Fachwerkh\u00f6lzer oder Tragwerke zutage, die f\u00f6rmlich \u201ein der Luft h\u00e4ngen\u201c. In diesem Fall kam noch eine fast um einen halben Meter abgesunkene Westpartie dazu, die fast auf ganzer Breite hochgehoben und neu unterfangen werden musste. Dazu eine teilweise verdorbene s\u00fcdliche Langseite, die dann bereichsweise samt Fundamenten, Fachwerk und Ausfachungen erneuert wurde. Au\u00dferdem wurde dem ganzen Geb\u00e4ude im Inneren ein Korsett aus Stahltr\u00e4gern und -st\u00fctzen eingezogen. Das Ganze wie immer begleitet von meterweise aktenf\u00fcllendem Schriftkram und dem stets gegenw\u00e4rtigen bangen Gef\u00fchl, wie es wohl am Schluss mit den Kosten auss\u00e4he.<\/p>\n<p>Nun, es sah trotz allem wohl nicht so schlecht aus und so konnten am 18. Oktober 2008 die Gemeinder\u00e4te und die St. Johanner B\u00fcrger das auf diese Weise neu entstandene Haus mit Befriedigung in Besitz nehmen, und die Hausherren konnten von ihrem Exil wieder in das Haus einziehen.<\/p>\n<p>Und was ist neu und dazu gekommen? Es gibt jetzt einen gro\u00dfen Sitzungssaal im Dachgeschoss, es gibt einen Fahrstuhl, es gibt ein ganz neues Treppenhaus und es gibt viel mehr Platz f\u00fcr alle, die darin arbeiten, und f\u00fcr die B\u00fcrger gibt es zus\u00e4tzlich im Erdgeschoss nahe dem Eingang ein \u201eB\u00fcrgerb\u00fcro\u201c als direkte Anlaufstelle und dort auch eine neue kleine Poststelle.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Das Bau-Team:<\/span><\/h3>\n<ul>\n<li>Architekt: Walter Holder, St. Johann<\/li>\n<li>Statik: Karl-Heinz Gekeler, St. Johann<\/li>\n<li>geol. Beratung: Dr. Lang, St. Johann<\/li>\n<li>Restaurator: R\u00fcdiger Widmann, T\u00fcb.<\/li>\n<li>Elektroplanung: Robert Kuhn, Pfullingen<\/li>\n<li>Heizung: Walter Kehm, Engstingen<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9932\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/St_Johann_Rathaus__totale.jpg\" alt=\"St_Johann_Rathaus__totale\" width=\"320\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/St_Johann_Rathaus__totale.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/St_Johann_Rathaus__totale-160x113.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/St_Johann_Rathaus__totale-150x105.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #888888;\">Gelebte Tradition: B\u00fcrgermeister Eberhard Wolf residiert in W\u00fcrtingen in einem der beeindruckendsten Rat\u00adh\u00e4user des Biosph\u00e4rengebietes Schw\u00e4bische Alb. Der St. Johanner Architekt Walter Holder vollbrachte hier ein planerisches und gestalterisches Meisterst\u00fcck.<\/span><\/em><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/>PDF-Download:\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Rathaus_St_Johann_Sphaere_Verlag.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>Print-Artikel runterladen<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Printausgabe: Sph\u00e4re 1\/2009, Seite 26-27<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>WEBcode 223321<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das St. Johanner Rathaus ist eine Hommage an das echte Handwerk und ein Kniefall an die Schaffenskraft vergangener Generationen. \u00a0PDF-Print-Artikel runterladen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9932,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22,18],"tags":[],"class_list":["post-9928","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-printausgabe-archiv","category-sehenswurdigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9928","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9928"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9928\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18009,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9928\/revisions\/18009"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/9932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9928"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9928"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9928"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}