Biosphären-Skiatlas Sonderdruck

Service: Sphäre-Verlag veröffentlicht Loipenkarte und Skiliftverzeichnis

Langlauf auf der AlbRömerstein-Zainingen: In der Dezemberausgabe des Printmagazins Sphäre hat der Verlag in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Skiliftbetreibern eine Gesamtübesicht der Wintersportmöglichkeiten auf der Schwäbischen Alb publiziert. Dieses so genannte „Spezial“ ist auch als PDF zum Download verfügbar. Auszüge der Texte finden Sie auch hier.

300 Kilometer Skispaß

Freizeit: Loipennetz der Alb setzt Maßstäbe

Biosphären-SkikarteMit 300 Kilometern besitzt das Biosphärengebiet eines der größten Loipennetze Süddeutschlands. So großflächig und kupiert können nur wenige Skigebiete die weiße Pracht präsentieren. In den Alpen beispielsweise sammelt man Loipenkilometer zwischen den hohen Bergen nach dem Motto: „Auf der einen Talseite hin, auf der anderen wieder zurück.“ Hier aber erleben Sie die weiße Pracht vielfältig in jeder Himmelsrichtung. Die Höhenlage zwischen 700 bis 850 Metern ist schneesicher. Zum Vergleich: Oberstdorf liegt auf 820 Metern.

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Überflieger

Historie: Schon 1906 rannten Skiwettläufer über die Alb

Zuschauer beim Skispringen in Bad Urach

Zeitzeugen: Alte, teilweise zugewachsene Schanzen können noch heute besichtigt werden in Bad Urach (Foto), Laichingen, Mehrstetten, Metzingen-Glems, Münsingen-Auingen, Wiesensteig. (Fotos: Skiarchiv TSV Urach)

Dauerlauf zum Römerstein. Offen für alle Schneeschuhläufer“, so stand es in der Einladung zum ersten Wintersportwettkampf auf der Schwäbischen Alb geschrieben. Start: 18. Februar 1906. Ort: Donnstetten. Der Alpenverein Sektion Schwaben feuerte in fünf Disziplinen den Startschuss ab. Vor über 100 Jahren zählte bei den Abfahrern auch der schwungvolle Aufstieg. Stilnoten gab´s für die gesamte Darbietung. Ein sturzfreier Downhill gekrönt mit einem ausdrucksstarken Christiania- oder Telemarkschwung – wahlweise nach links oder rechts – sicherte vordere Plätze.

Wahre Überflieger brachte das Wirtschaftswunder in den 60er-Jahren hervor. Ski­sprung avancierte auf der Alb zum Publikumsmagneten. Schanzen- und Langlaufspezialist Hermann Kurz (63 Jahre, Foto rechts) aus Sirchingen erinnert sich: „Der Olympiasieg von Georg Thoma 1960 begeisterte mich und meine Altersgenossen.“ Vor allem weil es in Bad Urach die Stars zum Anfassen gab. Die Hermann Greiner-Schanze im Zitteltal (Foto) beispielsweise zählte mit 74 Metern Sprungrekord zu den Top-Ten-Schanzen in Süddeutschland. Bis zu 12000 Zuschauer bestaunten die Könige der Lüfte, darunter auch den Lokalmatador und Deutschen Jugend- und Juniorenmeister Kurz. Um den internationalen Stars gerecht zu werden, karrten die Ura­cher Bauunternehmer ehrenamtlich bis zu 90 Lastwagenladungen Schnee ins Zitteltal. „Bad Urach hatte gar einen Olympiateilnehmer“, ergänzt Kurz. Gunter Naumann fuhr für Deutschland 1968 nach Grenoble.

Einkehrschwung

Service: Gastronomie unmittelbar an Langlauf-Loipen

Zünftig: Nach Langlauftouren schmeckt das Essen doppelt gut – ganz gleich ob in Gaststätten tief verschneiter Albdörfer oder abseits wie in Gomadingens Wanderheim Sternberg (Fotos).

Nur noch diese Rampe hinauf. Das Gegenlicht blendet. Die Hitze dieses schweißtreibenden Sports verdampft in feinen Schwaden in die bittere Kälte der Alb hinaus. Eiskristalle glitzern auf dem Rücken, das Halstuch ist steif vom gefrorenen Atem. Schnell geht bei Minustemperaturen der Biosprit der Sportler zur Neige. Deshalb gehört ein Energieriegel mit auf jede Langlauftour. Noch schöner aber ist es, wenn in Loipennähe ein loderndes Kaminfeuer eines Gasthauses lockt und natürlich leckere Kässpätzle oder Maultaschen.

Deshalb hat Sphäre für seine Leser recherchiert, welche Gastronomiebetriebe (außer den Liftgaststätten) zum Einkehrschwung einladen – maximal 500 Meter von der Loipe entfernt.

 

Hüttenzauber wie in den Alpen

  • Gomadingen: Wanderheim am Sternbergturm (beide Fotos rechts)
  • Laichingen: Skihütte an der Flutlichtloipe (siehe Karte)
  • Lichtenstein: Stahlecker-Hof
  • Mehrstetten: Fohlenhof, mitten im Weißen, direkt an der Loipe
  • St. Johann: Gestütshof

Rasten in Loipennähe

  • Buttenhausen: Cafe Ikarus
  • Grabenstetten: Lamm
  • Heroldstatt: Gasthof Breithülen
  • Römerstein/Böhringen: Camping Lauberg, Sportheim, Hirsch; Zainingen: Löwen, Engel
  • Westerheim: Adler, Alb-Camping

 

Skilifte kompakt

Mehrstetten:

  • Skilift Böttental, 250 m, 2 Lifte, Flutlicht

Münsingen:

Laichingen:

Lichtenstein:

St. Johann:

Römerstein:

Schopfloch:

Sonnenbühl:

  • Skilift Erpfingen,  400 m, 2 Lifte, Flutlicht, www.sommerbob.de
  • Skilift Genkingen,  450 m, 2 Lifte, Flutlicht, www.skilifte-genkingen.de
  • Skilift Undingen,  250 m, 1 Lift
  • Skilift Willmandingen, 250 m, 1 Lift

Westerheim:

 

Wussten Sie?

Eislaufen auf der Schwäbischen Alb – der Bauhof von Sonnenbühl-Erpfingen besprüht ab minus zwölf Grad den Inline-Platz an der Erpftalhalle mit Wasser – herrlich glatt, sogar mit Flutlicht. Ebenfalls Licht ins Dunkel bringen die Zaininger auf ihrer meist drei Monate durchgefrorenen Dorfhüle (Bild). Mitten in Ehingen lockt der Groggensee viele Eisläufer.

Machen Sie die Nacht zum Tag mit einer gewöhnlichen LED-Stirnlampe. Denn Schnee reflektiert optimal das Licht. Alternativ bietet das Loipennetz der Schwäbischen Alb auch einen Flutlicht-Kurs. Die Stadt Laichingen beleuchtet ihren Ein-Kilometer-Kurs an der Skihütte (Skischanze) dienstags und donnerstags von 19 bis 21 Uhr (siehe Download-PDF-Karte).

Printausgabe: Sphäre 3/2010 S. 23-27 und 3/2012 S. 23-27

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